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Plön Plön will die Steuern erhöhen
Region Plön Plön will die Steuern erhöhen
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06:00 21.11.2018
Von Anja Rüstmann
Foto: Auf Antrag der CDU-Fraktion werden in den Haushalt der Stadt Plön 600000 Euro (mit Sperrvermerk) aufgenommen, um das Grundstück der ehemaligen Kreisfeuerwehrzentrale zu kaufen.
Auf Antrag der CDU-Fraktion werden in den Haushalt der Stadt Plön 600000 Euro (mit Sperrvermerk) aufgenommen, um das Grundstück der ehemaligen Kreisfeuerwehrzentrale zu kaufen. Quelle: Anja Rüstmann
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„Wir müssen ein Zeichen setzen dass wir versuchen, aus dem Defizit herauszukommen“, sagte Ingo Buth (SPD), Vorsitzender des Hauptausschusses. Die Zweitwohnungssteuer wird nach 13 Jahren von 12 auf 14 vom Hundert – gegen die Stimme von Dirk Meußer (FDP) – angehoben, die Grundsteuer A (für landwirtschaftliche Betriebe) auf 390 v.H., die Grundsteuer B (für bebaute und unbebaute Grundstücke) auf 425 v.H.

Bei der Gewerbesteuer-Anhebung zögerte der Hauptausschuss am Montagabend. Die CDU wollte es beim Hebesatz von 380 belassen, um Gewerbetreibende nicht noch mehr zu belasten. Während Meußer sich dem anschloss und erklärte, „wir sollten ein Signal setzen, dass wir ein wirtschaftsfreundlicher Standort sind“, forderte Thorsten Roth (SPD) ein Konsolidierungssignal. „Es ist eine moderate Anhebung von 2,6 Prozent“, argumentierte er. SPD, FWG und Linke stimmten schließlich für die Anhebung auf 390 v.H. und setzten sich durch.

Einigkeit herrschte dann aber bei weiteren Ausgaben. Zum Beispiel 600000 Euro für den Ankauf des Geländes des ehemaligen Kreisfeuerwehrzentrale zwischen Campingplatz und Jugendherberge (Ochsenkoppel). Auf den Antrag der CDU, das Geld (mit Sperrvermerk) in den Haushalt aufzunehmen, reagierten alle begeistert. „Das bläht den Haushalt zwar massiv auf und tut mir auch weh, aber es ist gut angelegtes Geld“, sagte Buth. André Jagusch (CDU) betonte, dass das Gelände für die Stadt auch unter touristischen Gesichtspunkten von besonderer Bedeutung sei. Der Kreis beabsichtige den Verkauf und die Stadt sollte ihr Vorkaufsrecht ausüben.

Ebenfalls ohne Gegenstimme landeten 10000 Euro auf der Haushalts-Liste, die die Grünen für den Steinbergwald (hinter der Ölmühle) beantragten. Er müsse durchforstet, die Nadelwaldflächen abgeholzt werden. Aufforstung mit Laubmischwald und das Aufstellen von Wildzäune gehören ebenfalls zum Antrag.

Nun wollen die Fraktionen keine weiteren Anträge stellen, damit während der Ratsversammlung am 12. Dezember das Zahlenwerk fertig vorliegt und endgültig darüber abgestimmt werden kann.

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