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Plön Hohwacht setzt auf Karibik-Gefühl
Region Plön

Im nächsten Sommer Cocktails am Strand von Hohwacht Beach lounge bar

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10:03 11.11.2020
Von Hans-Jürgen Schekahn
Noch nimmt Hohwachts Bürgermeister Karsten Kruse auf einer kleinen Mauer Platz. Nächstes Jahr stehen im Hintergrund Möbel einer Beach Lounge.
Noch nimmt Hohwachts Bürgermeister Karsten Kruse auf einer kleinen Mauer Platz. Nächstes Jahr stehen im Hintergrund Möbel einer Beach Lounge. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
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Hohwacht

Der Vorsitzende des Tourismusausschusses, Volkmar Thiele, und Tourismus-Chefin Grit Wenzel schauten sich unter anderem auf Fehmarn um, wie solche Bars an den Stränden aussehen könnten. Wichtig war ihnen auch, ob sie bei den Urlaubern überhaupt ankommen. Ihr Bericht überzeugte den Ausschuss, der sich auf die Suche nach einem Betreiber machte. Bis zum 30. November können sich Gastronomen oder andere Personen bei der Gemeinde melden und ihre Vorschläge und Konzepte auf den Tisch legen. 

In Sommernächten Betrieb bis 22 Uhr 

„Ich bin überzeugt davon, dass es funktioniert“, sagt Bürgermeister Karsten Kruse zu der geplanten Strandbar. Auf einer Fläche von maximal zehn mal 20 Metern soll die Open-Air-Restauration entstehen. Als Platz dafür hat sich die Gemeinde ein Strandstück in rund 100 Meter Entfernung von der Aussichtsplattform Flunder ausgesucht. Fernab von Hotels, deren Gäste sich durch den Betrieb der Bar, der bis 22 Uhr gehen soll, gestört fühlen könnten. 

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Das Angebot muss sich nicht nur auf Cocktails beschränken. Auch andere Getränke sind möglich, so Kruse. Vielleicht auch kalte Speisen wie belegte Brote oder Ähnliches. Das entscheidet der Pächter.

Wichtig: Der Tresen muss angesichts des wechselhaften Wetters auch überdacht sein. Und er muss so stabil gebaut werden, dass ihn kein Sturm umpustet. Immerhin steht er wenige Meter von der Ostsee entfernt. Das Gleiche gilt für die Möblierung, zum Beispiel mit Liegen. Außerhalb der Saison muss er abgebaut und abtransportiert werden. Wasser und Strom gibt es in der Nähe. Für benutztes Wasser muss der Betreiber eine eigene Lösung finden. Kruse kann sich vorstellen, dass die Atmosphäre der „Beach Lounge“ mit leiser Musik untermalt wird. Ein bisschen Karibik-Gefühl – das Wetter taugte dazu im vergangenen Sommer schon einmal dafür. 

Erster Bewerber hat Konzept eingereicht

Ein Bewerbungsschreiben liegt schon auf dem Schreibtisch von Bürgermeister Kruse. „Das sieht schon ganz gut aus“, sagt er über das vorgeschlagene Konzept. Die Gemeinde rechnet damit, dass sich besonders Gastronomen für das Projekt interessieren.

Keine Ablehnung durch Behörden erwartet

Erste Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Landesamt für Küstenschutz hat Kruse schon geführt. Sie müssen wegen der sensiblen Lage am Meer und am Strandwall ihr Einverständnis erklären. Von einer Ablehnung des Projektes geht der Bürgermeister nicht aus. Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Betreiber und möglichst viel Sonnenwetter in der nächsten Feriensaison.

Strandbar gab es in diesem Jahr in Plön

Die Hohwachter „Beach Lounge“ ist die erste ihrer Art an der Ostseeküste im Kreis Plön, aber nicht die allererste überhaupt im Kreis. Die Stadt Plön hatte ihre Fläche der früheren Fischerei Reese unmittelbar am Großen Plöner See verpachtet. Dort lockte ein „Beach Club“ im vergangenen heißen Sommer viele durstige Gäste an. 

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