In Stolpe an der A21: Erster Solarpark im Kreis Plön geplant
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Plön An der A21 entsteht ein Solarpark
Region Plön An der A21 entsteht ein Solarpark
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18:27 24.01.2020
Von Sven Tietgen
Wenige Meter westlich der A21 und hinter dem Wäldchen ist die erste von drei Solarparkflächen geplant.
Wenige Meter westlich der A21 und hinter dem Wäldchen ist die erste von drei Solarparkflächen geplant. Quelle: Sven Tietgen
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Stolpe

Die Autobahnen 7 und 215 gehören bislang zu den bevorzugten Standorten von Solaranlagen in Schleswig-Holstein. Der Sonnenstrom-Park in Stolpe macht da keine Ausnahme: Entlang der A21 und nördlich der Gemeinde sollen in Reih und Glied aufgeständerte Solarzellenpaneele das Sonnenlicht einfangen.

Einen ersten Grundsatzbeschluss hatte die Gemeindevertretung bereits im Herbst 2018 gefasst. Die damals geplanten Flächen beiderseits der Autobahn erhielten allerdings kein grünes Licht von der Kreisverwaltung in Plön.

Kreis Plön stoppte erste Variante des Solarparks

Die Behörde lehnte das Vorhaben zunächst wegen der Überplanung des Landschaftsschutzgebiets Depenauer Moor ab. „Das Areal rund um den Wildtunnel unter der Autobahn sollte unberührt bleiben“, erläuterte Bürgermeister Holger Bajorat. Die jetzt vom Kreis Plön genehmigte Variante sieht drei Teilflächen westlich der A21 zwischen Wankendorfer Straße und Kielerkamper Weg vor.

In der Summe werden dort neun bis zehn Hektar mit den Sonnenkollektoren bestückt. Mit der damit produzierten Strommenge können umgerechnet rund 650 Haushalte versorgt werden.

Der Investor ist ein Familienunternehmen aus Hörup. Bereits in dem 2018 einstimmig gefassten Aufstellungsbeschlüssen für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan sowie der Änderung des Flächennutzungsplans wurde eine Beteiligung der Gemeinde an dem Projekt vereinbart. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages, der in der Gemeindevertretersitzung am Mittwoch, 12. Februar, ab 20 Uhr beraten wird, geht es auch um die Gründung einer Betreibergesellschaft in Stolpe.

Gemeinde Stolpe steht hinter dem Projekt Solarpark an der A 21

An dieser Gesellschaft können sich die Einwohner und die Gemeinde beteiligen. Möglich ist ein Stolper Gesellschaftsanteil von bis zu 30 Prozent. „Interessant ist der Standort der Gesellschaft bei uns im Dorf wegen der Gewerbesteuer. Die Gemeinde steht hinter dem Projekt“, merkte Bajorat an. Das Höruper Unternehmen will sich nach den Gemeindebeschlüssen mit dem Projekt an der Strombörse bewerben. Nach einem Zuschlag soll der Solarpark spätestens im Jahr 2021 ans Stromnetz gehen.

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