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Plön Antje Josten tritt zufrieden ab
Region Plön Antje Josten tritt zufrieden ab
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13:16 24.04.2018
Von Silke Rönnau
Foto: Antje Josten freut sich, dass es in Selent noch einen Wochenmarkt gibt.
Antje Josten freut sich, dass es in Selent noch einen Wochenmarkt gibt. Quelle: Silke Rönnau
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Selent

Sie ist hineingerutscht in die Politik, als 1973 der DRK-Kindergarten gebaut wurde, in dem auch ihre älteste Tochter betreut wurde. Antje Josten ließ sich in den Elternbeirat wählen, arbeitete dann als bürgerliches Mitglied im Sozialausschuss mit. 1978 wurde sie in die Gemeindevertretung und 1994 erstmals zur Bürgermeisterin gewählt. Vier Jahre später tat sich die Wählergemeinschaft mit der SPD zusammen und stellte den Bürgermeister, der aber nach nur einem Jahr wieder aufhörte. Seitdem führt sie ununterbrochen dieses Ehrenamt.

Selent hat sich stark verändert

„Der Ort hat sich ordentlich verändert“, zieht sie Bilanz. Die erste große Baumaßnahme sei das Mutter-Kind-Kurheim gewesen, das Mitte der 90er-Jahre eröffnete. „Das lief sehr gut an, aber dann kam 2002 der Starkregen“, erzählt sie. Der Betrieb musste wegen der Wasserschäden Insolvenz anmelden. „Auch die Blomenburg war jahrelang unser Problemkind mit dem Technologiezentrum, das nicht so wachsen wollte, wie wir uns das gewünscht hatten“, berichtet sie. Das dortige Baugebiet lockte außerdem wegen der strengen Richtlinien nur wenige Interessierte an. 

Rosige Aussichten

Doch heute sieht alles rosig aus. Als wichtige Punkte nennt Antje Josten die energetische Sanierung der Schule, den Bau der Zweifeld-Sporthalle und das Baugebiet Mühlenkamp, das in eineinhalb Jahren bebaut war. Das Mutter-Kind-Kurheim startete im vergangenen Jahr mit neuem Betreiber, die Asklepios-Kliniken haben die Blomenburg gekauft und wollen dort im kommenden Jahr eine Reha-Klinik eröffnen. Die Baugebiete wurden neu vermarktet und füllten sich innerhalb eines Jahres. Inzwischen hat Selent 1400 Einwohner. „Ein großer Brocken zum Abschluss ist die Sanierung der B202 mit der Sanierung der Regenwasserkanäle“, erzählt sie. „Das geht wirklich in die Millionen.“ 

Alles geordnet für den Nachfolger

Die Infrastruktur von Selent sei hervorragend. Es gebe einen Wochenmarkt, viele Geschäfte, Banken, Bäcker, Ärzte, Friseur, Apotheke und Betreutes Wohnen. „Wir haben alles im Ortszentrum gelassen und nicht ins Gewerbegebiet verlagert.“ Viele, die hier durchfahren, halten schnell zum Einkaufen an. „Ich kann mich gut zur Ruhe setzen und meinem Nachfolger ein geordnetes Feld übergeben mit einem ausgeglichenen Haushalt“, betont sie. 

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