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Plön Laboer Lachmöwen geben nicht auf: Proben für neues Stück laufen
Region Plön

Lachmöwen proben neues Stück - Premiere am 22. Januar mit 100 Besuchern

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16:16 19.01.2022
Von Astrid Schmidt
Rollentausch: Rudi (Asmus Finck-Stoltenberg) übernimmt die Aufgaben der Hausfrau, seine Ehefrau Cäcilie (Bettina Reuter) die der Geschäftsfrau.
Rollentausch: Rudi (Asmus Finck-Stoltenberg) übernimmt die Aufgaben der Hausfrau, seine Ehefrau Cäcilie (Bettina Reuter) die der Geschäftsfrau. Quelle: Astrid Schmidt
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Laboe

Theater spielen ist in diesen Zeiten der Pandemie nicht einfach. Doch die Mimen der Niederdeutschen Bühne Laboe „Laboer Lachmöwen“ geben nicht auf. Sie proben ihr neues Stück in voller Besetzung auf Hochtouren und freuen sich auf die bereits ausverkaufte Premiere am 22. Januar und weitere 37 Spieltermine in den nächsten Monaten. „Wir haben alle Vorkehrungen getroffen, erfüllen alle Auflagen und gehen positiv in das neue Jahr“, erklärte Jan Steffen vom Vorstand der Laboer Lachmöwen.

Denn ein Grund für den Optimismus sind die Erfahrungen, die die Bühne bereits in den vergangenen zwei Jahren unter Corona-Bedingungen gesammelt hat. Sie konnten unter anderem als Modell-Projekt spielen, hatten mit einem Ein-Personen-Stück und einer reduzierten Platzkapazität von einem Drittel das Theater offen gehalten. Dem folgte ein Zwei-Personen-Stück und die Ohnsorg-Aufführung vor vollem Haus. Nun, so kündigte Jan Steffen an, bewege man sich mit einer quasi vollen Bühnenpräsenz wieder in Richtung des Theaters, wie es vor Corona war – ein Stück, in dem es viel zu gucken gibt.

In der Komödie tauscht ein Ehepaar die Rollen

Die Komödie „Allens oder nicks“ ist ein Stück in fünf Akten aus dem Englischen von Jack Popplewell, die Niederdeutsche Bearbeitung stammt von Karl Otto Ragotzky und Herma Koehn. Erzählt wird die Geschichte des Ehepaars Johnson. Rudi (Asmus Finck-Stoltenberg) hat die Firma an die Wand gefahren, seine Ehefrau Cäcilie (Bettina Reuter) ihre Karriere vor 20 Jahren an den Nagel gehängt, um den Haushalt zu machen. In ihrer scheinbar ausweglosen Situation fassen die beiden den Entschluss: „Wir tauschen die Rollen.“ Der Witz dabei: Es funktioniert. Denn beide waren in dem, was sie ursprünglich taten, denkbar schlecht. Er war ein schlechter Fabrikant, sie eine miserable Hausfrau. Und nun plötzlich läuft es wieder. Er findet in der Hausarbeit unerwartet Befriedigung, sie lenkt mit viel Geschick die Firma. Alles passt, doch da gibt es auch noch den Vertreter Robert Nachtigal (Jan Steffen) und die schöne Nachbarin Jenny (Alste Jansen/Tina Möller) und so gerät der neue Alltag ins Wanken und wieder geht es um „allens oder nicks“.

Subtiler Witz und viel Tempo

„Es ist ein sehr schönes Stück mit viel Tempo und Witz“, erklärte Regisseurin Birgit Bockmann. Dabei sei es allerdings anders, als im klassischen Niederdeutschen Stück, wo ganz offensichtlich die Pointe naht und der Zuschauer schon weiß, jetzt kommts. „Dieses Stück aus dem Englischen ist subtiler, arbeitet mit vielen Kleinigkeiten, die den Witz ausmachen“, so Bockmann. Sie selbst wird im Laufe der Spielsaison auch auf der Bühne stehen und übernimmt zeitweise die Rolle von Bettina Reuter, die die Ehefrau spielt.

Termine für das Lachmöwentheater

Die Komödie in fünf Akten wird im Laboer Theater am Kurpark bis Mitte April insgesamt 37 Mal gespielt. Alle Termine sind auf der Homepage der Laboer Lachmöwen zu finden, ebenso die Nummer des Kartentelefons, falls jemand nicht online seine Karte buchen will. Sollten durch Corona Termine ausfallen müssen, werden sie hinten drangehängt. Eine Verköstigung vor Ort im Theater wird angeboten.

Für Spieler wie Asmus Finck-Stoltenberg ist das Proben in Corona-Zeiten mit vielschichtigen Gefühlen verbunden. „Man bekommt sich schwerer motiviert, denn jeden Tag kann eine neue Verordnung kommen und das war’s dann. Wenn ich auf der Bühne stehe, ist alles gut, aber davor und danach denkt man schon viel darüber nach, was passieren könnte“, erklärte er. Auch Jan Steffen hört täglich die Meldungen mit Sorge, hofft aber, dass der Plan aufgeht. Aktuell dürfen 100 Personen ins Theater.

„Wir haben das an der Zahl der Gäste festgemacht, die im Foyer mit Speisen und Getränken versorgt werden dürfen. Es läuft keiner herum, alle werden bedient. Während der gesamten Spielzeit gilt außerdem die Maskenpflicht“, so Steffen. Außerdem haben die Laboer erneut ihr Theater so umgebaut, dass Kontrollen der Impfpässe und Ausweisdokumente im Vorraum zum Foyer stattfinden können und die Besucher nicht draußen warten müssen.

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