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Plön Neues Zentrum für Katastrophenschutz
Region Plön Neues Zentrum für Katastrophenschutz
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10:00 04.07.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Die Kantine auf dem früheren Kasernengelände und der Bürotrakt daneben machen Platz für ein neues Katastrophenschutzzentrum in Lütjenburg.
Die Kantine auf dem früheren Kasernengelände und der Bürotrakt daneben machen Platz für ein neues Katastrophenschutzzentrum in Lütjenburg.
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Lütjenburg

Das Ja der Stadtvertretung markiert den letzten formalen Schritt zum Neubau. Der Kreistag bekundete bereits im Dezember seinen Willen, die Kreiseinrichtung in Lütjenburg unterbringen zu wollen. 5,9 Millionen Euro sind für den Abriss und das neue Gebäude veranschlagt. 

Die Stadt hatte die Flächen mit den ehemaligen Soldatenunterkünften erst im Oktober 2018 selbst vom Bund erworben. Einen Gewinn macht die Stadt durch ihren Verkauf nicht nicht. Die 9000 Quadratmeter reicht Lütjenburg nun zum selben Preis an den Kreis weiter. Nur Grunderwerbssteuer und Notarkosten kommen dazu.

Einweihung des Katastrophenschutzzentrums für Ende 2021 geplant

Nach Angaben des Kreises beginnen nun die Planungen für den Bau, die 14 bis 18 Monate in Anspruch nehmen. Danach folgt die Bauphase selbst, die noch einmal zwölf bis 14 Monate in Anspruch nimmt. Die Einweihung wäre dann etwa Ende 2021.

Wie schon beim Abriss der Mannschaftsunterkünfte könnten sich Fledermäuse zu einem Hindernis entwickeln. Im Gemäuer der Kantine und des anliegenden Bürotraktes soll sich eine besonders große Kolonie eingenistet haben. Ein Fachbüro prüft das Fledermaus-Vorkommen. Ein Abriss der Gebäude kann deshalb nur in einem bestimmten Zeitfenster erfolgen, in dem die Tiere sich nicht in den Mauerritzen aufhalten.

Drei Einheiten mit rund 50 ehrenamtlichen Helfern und 15 Fahrzeuge finden zukünftig ihren Platz in Lütjenburg. Dazu gehört die Logistik- und Betreuungsgruppe des DRK Schönweide, der Logistiktrupp der 9. Feuerwehrbereitschaft und Teile des Löschzuges Gefahrgut.

Lütjenburg und Region profitieren

Bürgermeister Dirk Sohn freut sich auf das Katastrophenschutzzentrum. Besonders darüber, dass der Kreis bei der Verteilung von Einrichtungen auch die Region Lütjenburg bedacht hat. Vor Jahren war Lütjenburg damit gescheitert, Standort der neuen Kreisfeuerwehrzentrale zu werden. Er hofft darauf, dass von den Millionen, die investiert werden, auch die Handwerksbetriebe und Baufirmen der Region profitieren. Lütjenburg und Umland sieht er für den Fall einer neuen Schneekatastrophe oder eine Ostseesturmflut durch die neue Einrichtung gut gerüstet. Die Ausrüstung zur Hilfe sei damit vor Ort. 

Auch aus der Sicht eines ehemals sehr aktiven Mitgliedes im Deutschen Roten Kreuz sieht Sohn dem neuen Zentrum freudig entgegen. Seit Jahrzehnten sei die DRK-Logistikgruppe auf der Suche nach einer neuen Unterkunft. „Nun hat sie eine Heimat gefunden.“

Signe Hoppe 04.07.2019
Silke Rönnau 04.07.2019
Dirk Schneider 03.07.2019