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Plön Wenn im Supermarkt das Licht ausgeht
Region Plön Wenn im Supermarkt das Licht ausgeht
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10:00 18.07.2019
Von Anja Rüstmann
Auch im Lager werden Türe und Tore verschlossen, bevor Christian Schröder das Licht ausmacht.
Auch im Lager werden Türe und Tore verschlossen, bevor Christian Schröder das Licht ausmacht. Quelle: Anja Rüstmann
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Plön

Christian Schröder (27) ist stellvertretender Filialleiter und hat heute die späte Schicht. Und er ist nicht allein. Michael Kuhn leert gerade die Mülleimer auf dem Parkplatz und sortiert die Einkaufswagen gleichmäßig in die Boxen, drinnen am Fleischtresen wird die Ware zusammengepackt und in die Kühlung gebracht. Die Putzmaschine dreht in beiden Gebäuden seit 18 Uhr ihre Runde. Da kommt noch eine Kundin hereingehetzt. „Ich möchte ein Paket abholen“, erklärt sie am Postschalter.

Die letzte Kundin ist gegangen

Jeder weiß, was zu tun ist. Alles geht Hand in Hand. Petra Rokus lässt ihren Blick durch die Gänge schweifen, rückt hier und dort nochmal Ware in den Regalen zurecht. Und Mohamed Khallouf schiebt das elektrische Spiel-Pferd in den Vorraum. In der Obst- und Gemüseabteilung leeren sich die Regale, die Salatbar ist bereits geputzt. Und die Blumen stehen jetzt vor den Kassen. Die letzte Kundin ist gegangen.

Chef Arne Ley bittet seine Mitarbeiter, flexibel zu sein. „Wir schließen eigentlich um 20 Uhr. Aber wenn dann der Markt noch voll sein sollte, wird eben verlängert und es werden Überstunden aufgeschrieben“, erzählt er.

Um 20.15 Uhr gehen ein paar Lichter aus

Schröder macht „Kasse“. Ingo Wellendorf sammelt derweil die EC-Belege zusammen. Um 20.15 Uhr sind im Getränkemarkt bereits einige Lichter ausgegangen. Florian Hennig packt seine persönlichen Sachen zusammen. Seit vier Monaten arbeitet er bei Edeka in Plön. Ende Februar hatte Ley sein Angebot in Stadtheide erheblich vergrößert. Im ehemaligen Aldi-Markt verkauft er nun Getränke, Tiernahrung und -zubehör, Angel- und Campingsachen sowie Haushaltswaren. Die Erweiterung benötigte mehr Personal. Hennig gehört zu den neuen Mitarbeitern. „Hier habe ich spätestens um 20.30 Uhr Feierabend“, schwärmt er. Vorher hat in einer Tankstelle oft Nachtschichten gehabt.

Türen, Fenster und Gitter sind zu

Schröder arbeitet etwas länger. Die Türen sind längst verschlossen. Die Musik kommt aber immer noch aus den Lautsprechern. Je mehr Lichter ausgehen, wird es auch einsamer. Ein Kollege nach dem nächsten verabschiedet sich. Der stellvertretende Filialleiter zieht Gitter zu, kontrolliert die Alarmanlage. „Heute Nacht werden noch Obst, Gemüse und Molkereiprodukte angeliefert“, erzählt er. Doch da muss er nicht dabei sein.

Ist im Außenbereich der Strom der Papp-Presse ausgeschaltet? Ja. Der kleine Gabelstapler parkt auch richtig im Lager. Für den Frühdienst, der um 6 Uhr aufschlägt, wird noch eine Nachricht geschrieben. Sind alle Fenster zu? Christian Schröder dreht am Schalter. Das letzte Licht geht aus. Er schließt die Tür hinter sich ab. Feierabend. Sein Blick geht zur Uhr, und zum Kollegen. Heute ist es schnell gegangen. Zeit für einen Klönschnack und ein kleines Bierchen. Fünf Autos stehen noch auf dem Parkplatz. Edeka öffnet aber erst wieder um 8 Uhr morgens…

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