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Plön Schönberg hat jetzt eine Badeinsel
Region Plön Schönberg hat jetzt eine Badeinsel
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15:56 15.07.2019
Von Astrid Schmidt
Endlich ist sie da: die Badeinsel am Schönberger Strand. Die Mädchen und Jungen weihten die Plattform mit Rutsche und Sprungblöcken trotz Wolken am Himmel mit einem beherzten Sprung in die 17 Grad kalte Ostsee ein.
Endlich ist sie da: die Badeinsel am Schönberger Strand. Die Mädchen und Jungen weihten die Plattform mit Rutsche und Sprungblöcken trotz Wolken am Himmel mit einem beherzten Sprung in die 17 Grad kalte Ostsee ein. Quelle: Astrid Schmidt
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Schönberg

Rund 18.000 Euro kostete die Badeinsel, rund 8500 Euro Zuschuss gab es von der Aktivregion Ostseeküste. Damit ist das erste Projekt des Ortsentwicklungs- und Tourismuskozeptes „Schönberg 2030“ umgesetzt, betonte Bürgermeister Peter Kokocinski. Die Badeinsel sollte eigentlich bereits 2018 schwimmen, aber es gab Verzögerungen. Jetzt konnte er den Jugendlichen endlich das Startzeichen für den Sprung in die Fluten geben und erhielt umgehend die Bestätigung: ein toller Badespaß!

Damit trägt die Gemeinde dem Wunsch der Kinder und Jugendlichen Rechnung, die sich in Regie von Katrin Taubner und Benjamin Langegger vom Kinder- und Jugendhaus an der Planung der Ortsentwicklung beteiligt hatten. Sie hatten in einem Workshop 2016 diese Badeinsel vorgeschlagen und freuten sich nun über die Verwirklichung. „Das ist auch für die Schüler ein schönes Signal, dass ihre Meinung und ihre Wünsche ernst genommen werden“, sagte Matthias Sieck vom Kinder- und Jugendhaus.

Mit Schälankern und 15 Meter Ankerkette im Boden befestigt

Die Badeinsel misst vier mal vier Meter, hat eine Rutsche und an zwei Seiten Sprungpodeste. Sie sind die Alternative zum zunächst geplant Sprungturm. Den hatte die Gemeinde im Zuge der Planung dann gestrichen und stattdessen die Erhöhungen zum Abspringen gewählt. Die Sprungmöglichkeiten seien auch der Grund, dass die Badeinsel so weit draußen installiert worden war. „Wir brauchen eine Wassertiefe von etwa 1,80 Meter und die ist da gegeben“, so Bürgermeister Peter Kokocinski. Verankert ist die Badeinsel mit sogenannten Schälankern, die sich durch die Wasserbewegung in den Untergrund graben, und 15 Meter Ankerkette.

Die Rutsche besonders im Fokus der DLRG

Betreut, und das war die Bedingung seinerzeit bei der Planung und Beschlussfassung durch die Gemeindevertreter, wird die Badeinsel von der DLRG. „Wir haben besonders auf die Rutsche das Augenmerk. Deshalb ist die Badeinsel auch so festgemacht, dass die Rutsche zum Wachturm ausgerichtet ist“, erklärte Rüdiger Boll von der DLRG-Ortsgruppe Schönberg. Tjark Kaplan vom Vorstrand der Ortsgruppe ist für die technische Betreuung zuständig. „Wir beobachten das jetzt sehr genau und wenn sich die Rutsche als Unfallschwerpunkt zeigt, ist sie mit wenigen Handgriffen schnell abgebaut“, so Boll.

Bürgervorsteherin Christine Nebendahl betonte, es sei sehr erfreulich, dass mit der Badeinsel das erste greifbare Projekt aus dem langen Planungsprozess "Schönberg 2030" verwirklicht worden sei. „Gerade deshalb ist es sehr bedauerlich, dass die Gemeindevertreter, die aktiv den Planungsprozess gestaltet haben, nicht zu dieser Einweihung eingeladen waren“, so Nebendahl gegenüber unserer Zeitung.

Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten die Badeinsel aufgebaut und werden sie nach Ende der Saison auch wieder abbauen. „Nach einer Saison werden wir unsere Erfahrungen auswerten und unsere Schlussfolgerungen für die nächste Saison ziehen“, kündigte der Bürgermeister an.

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