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Plön Preetz macht Druck beim Nahwärmeprojekt
Region Plön Preetz macht Druck beim Nahwärmeprojekt
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10:00 25.04.2019
Von Silke Rönnau
Foto: Ein Kessel in der Blandfordhalle in Preetz ist bereits kaputt, auch die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule benötigt eine neue Heizung. Wenn es keine große Lösung mit dem Kreis gibt, will die Stadt die Sporthalle von der Schule aus mitheizen.
Ein Kessel in der Blandfordhalle in Preetz ist bereits kaputt, auch die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule benötigt eine neue Heizung. Wenn es keine große Lösung mit dem Kreis gibt, will die Stadt die Sporthalle von der Schule aus mitheizen. Quelle: Silke Rönnau
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Preetz

Betroffen sind die Schule am Kührener Berg mitsamt Turnhalle, das Berufliche Bildungszentrum, das Friedrich-Schiller-Gymnasium, die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule sowie die Blandford-, Rakvere- und Redwoodhalle. Während der Kreis für seine Liegenschaften noch keine Entscheidung getroffen hat, hat die Stadt Preetz bereits 276.000 Euro für Planungskosten eingestellt, berichtete Bürgermeister Björn Demmin.

Der Ausschuss für Kinder, Jugend, Schule, Soziales und Gleichstellung (KJSSG) fasste in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss, den Kreis zu bitten, ebenfalls Mittel im Rahmen eines Nachtragshaushalts zur Verfügung zu stellen. Die Entscheidung wird am 9. Mai getroffen.

3,746 Millionen Kilowattstunden pro Jahr

In den acht Gebäuden werde eine Gesamtfläche von 36.324 Quadratmetern für 2500 Personen täglich beheizt, erläuterte Hans Eimannsberger, der sich ehrenamtlich für den Klimaschutz engagiert, in der KJSSG-Sitzung. Einige Kessel aus den 1980er-Jahren seien bereits abgängig, ein Kessel in der Blandfordhalle sei schon kaputt. Der Wärmeverbrauch liege bei 3,746 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Dabei würden 936,5 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausgestoßen, die bei der Umstellung auf ein regeneratives Nahwärmenetz um 73 bis 98 Prozent reduziert werden könnten.

Favorisiert werde eine Variante mit einem Spitzenlastbrennwertkessel mit Biomethan (rund 12 Prozent), einem Holzhackschnitzelkessel (35 Prozent), einer Luft-Wasser-Wärmepumpe (36 Prozent) und einem Erdgas-Blockheizkraftwerk (17 Prozent). Wenn der Kreis im Mai zustimme, könne man an die Planung und Umsetzung gehen, kündigte Bürgermeister Demmin an.

Stadt Preetz hat einen Plan B

Es gebe aber auch einen Plan B: Danach lege die Stadt die Heizkesselanlage in der Blandfordhalle still und schließe die Halle über eine Nahwärmeleitung an die Heizzentrale der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule an, in der Erdgas-Brennwertkessel installiert werden. „Wir werden die Leitung so konzipieren, dass der Kreis auch später noch einsteigen kann“, meinte Demmin.

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