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Plön Trockenheit: Wildpark lagert Tiere aus
Region Plön Trockenheit: Wildpark lagert Tiere aus
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19:11 09.08.2018
Von Merle Schaack
Foto: Die Trockenheit hält Tierpflegerin Andrea Grebel und ihre Kollegen im Wildpark in Raisdorf auf Trab. Grasfresser wie Ponys, Schafe oder Ziegen müssen mit Heu wie im Winter zugefüttert werden. Einige Tiere hat der Park deshalb ausgelagert.
Die Trockenheit hält Tierpflegerin Andrea Grebel und ihre Kollegen im Wildpark in Raisdorf auf Trab. Grasfresser wie Ponys, Schafe oder Ziegen müssen mit Heu wie im Winter zugefüttert werden. Einige Tiere hat der Park deshalb ausgelagert. Quelle: Merle Schaack
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Schwentinental

„Wir sagen momentan immer, wir bräuchten hier eigentlich Wüstentiere“, sagt Tierpflegerin Andrea Grebel. Auf den Weiden im Wildpark, der vor allem auf heimische Arten und alte Haustierrassen setzt.

Auf der Fläche von 40 Hektar tummeln sich über 400 Gattungen. Rotwild, Damwild, Angler Sattelschweine sind dabei, aber auch einige Exoten. Sie alle sind bei der Hitze träge. „Man merkt, dass die Tiere mehr den Schatten suchen und mehr trinken“, sagt Grebel, die auf ihrer morgendlichen Fütterungsrunde die Füllstände in den Wassertrögen kontrolliert und überprüft, ob es den Tieren gut geht. 

Tiere müssen zugefüttert werden

Vor allem macht ihr und ihren Kollegen aber das Zufüttern vermehrt Arbeit. Weil die Tiere, die sich im Sommer normalerweise von frischem Gras ernähren auf den verdorrten Flächen kaum noch etwas finden, muss ständig Heu nachgefüllt werden. Und die eigene Ernte des Parks deckt angesichts der wochenlangen Trockenheit nicht mehr den Bedarf. 

Teurer Zukauf von Heu

„Im Prinzip haben wir das gleiche Problem wie alle Landwirte“, sagt Grebel. „Wir haben bisher nur halb so viel Heu geerntet wie im Vorjahr, füttern aber wie sonst im Winter.“ Also muss Heu zugekauft werden, doch das ist wegen der Knappheit in diesem Sommer teuer. „Normalerweise kostet ein Rundballen 35 Euro. Momentan liegt der Preis bei 80 Euro“, rechnet Tierpfleger Nils Staack vor. 

Um weniger Ausgaben zu haben und die eigenen Wiesen im Park zu schonen, hat sich das Wildpark-Team entschieden, einige Schafe und Ziegen auszulagern. So grasen die Zwergziegen nun auf einer eingezäunten Wiese der Stadt rund um ein Regenrückhaltebecken in einer Raisdorfer Wohnsiedlung. Auch Schafe wurden auf eine städtische Fläche ausquartiert, wo sie noch selbst Futter finden. 

Hier sehen Sie einige Bewohner des Schwentinentaler Wildparks.
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