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Rendsburg-Eckernförde Spielkinder kamen auf ihre Kosten
Region Rendsburg-Eckernförde Spielkinder kamen auf ihre Kosten
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18:38 26.12.2018
Von Frank Scheer
Foto: Bernd Marquardt (rechts) schaut sich am Stand von Jürgen Pohlmann, der als einer der wenigen Anbieter auf einer Teststrecke seine Züge fahren ließ, um.
Bernd Marquardt (rechts) schaut sich am Stand von Jürgen Pohlmann, der als einer der wenigen Anbieter auf einer Teststrecke seine Züge fahren ließ, um. Quelle: Frank Scheer
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Rendsburg

„Heiligabend ist Termin für Geschenke, der erste Feiertag gehört der Familie und am zweiten Weihnachtstag können die Männer flüchten, und die Frauen akzeptieren Spielzeug“, formulierte Organisator Michael Glandt, der 2. Vorsitzender des Vereins CAM aus Alvesloe ist, das Erfolgsrezept des Termins.

„Hier treffen sich Spielkinder und es gibt alles, was deren Herz begehrt“, so Sammler Thomas Golisch. Vor mehr als 35 Jahren begann seine Leidenschaft, vor allem für Eisenbahnen. 100 Loks und 400 Wagen besitzt er. „Klar, ich habe ein extra Zimmer dafür.“ Zur Messe hatte er eine Märklin-Spiritus-Lok mitgebracht, die er einem Anbieter verkaufen will. „Man muss sich auch von Dingen trennen, wenn es zu eng in den Vitrinen wird.“ 

Besucher schätzen den persönlichen Kontakt

Das Ehepaar Christa und Bernd Marquardt war gemeinsam zur Messe gekommen. „Ich habe meinem Mann die erste Eisenbahn vor fünf Jahren geschenkt“, berichtete sie. Ihre Kinder hätten nie eine gewollt. Im Sommer kümmert sich ihr Mann nebenbei um seine Imkerei. „Für den Winter habe ich ein Hobby gesucht und die Bienen finanzieren das ein bisschen“, berichtete er. Die Eisenbahnmodelle, auch gebraucht, hätten nämlich schon ihren Preis. „Online gibt es viel, da bestellt man auch. Ich mag aber den Kontakt zu den Händlern, die man im Lauf der Jahre kennen gelernt hat. Und auf Börse kann man die Modelle anfassen.“ 

Spielzeugbörsen fehlt das junge Publikum

Marquardt schaute sich am Stand von Jürgen Pohlmann intensiv um – der hatte als einer der wenigen eine Teststrecke aufgebaut. Zum ersten Mal bot er in Rendsburg an. „Richtig gut läuft es noch nicht, viele schauen nur“, betonte er gegen Mittag. Andere Händler berichteten da schon von guten Umsätzen – das geschenkte Geld werde umgesetzt, hieß es. Trotz des Andrangs fehlt Spielzeugbörsen der Nachwuchs. „Die Jugend fehlt, in Computern und Handys spielen Eisenbahnen keine große Rolle. Das merkt man am Altersdurchschnitt, aber auch bei uns im Verein“, so der Organisator Glandt. Aber vereinzelnd waren auch die Vater-Sohn-Gespanne auszumachen, zum Beispiel Jörn Gehrmann mit seinem Sohn Leon (5). „Ich und sein Opa haben Modellbahnen, und wir versuchen ihn dafür zu begeistern“, so der Vater. Und das gelinge schon.

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