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Rendsburg-Eckernförde 2800 Besucher beim "Offenen Stützpunkt"
Region Rendsburg-Eckernförde 2800 Besucher beim "Offenen Stützpunkt"
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17:20 08.08.2018
Von Christoph Rohde
Foto: Spannendes Manöver: Von einem Seaking-Hubschrauber aus seilen sich acht Soldaten der Bordeinsatzkompanie auf das Vorderdeck der Fregatte „Hamburg“ ab.
Spannendes Manöver: Von einem Seaking-Hubschrauber aus seilen sich acht Soldaten der Bordeinsatzkompanie auf das Vorderdeck der Fregatte „Hamburg“ ab. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Die Soldaten der Bordeinsatzkompanie des Seebataillons gaben einen spektakulären Einblick in ihre Fähigkeiten, die im Ernstfall auch unter widrigeren Bedingungen gefordert sind. Beispielsweise beim Durchsuchen von Handelsschiffen, um die Einhaltung von Waffenembargos zu kontrollieren, sind sie in vorderster Linie gefragt. Parallel lud die Fregatte „Hamburg“ erstmals in Eckernförde zum Open Ship und machte den U-Booten in der Beliebtheits-Skala der Besucher Konkurrenz.

Zum "Tag der Deutschen Einheit" nach New York

Nach zweijähriger Werftzeit absolviert das Schiff mit seiner 255-köpfigen Besatzung derzeit ein Einsatzausbildungs- und Erprobungsprogramm. Dazu gehöre dieses Jahr eine Fahrt in die USA mit Empfang zum „Tag der Deutschen Einheit“ in New York, informierte Presseoffizier Fanny Rausch. An Bord der Fregatte versehen auch rund 20 Frauen ihren Dienst. Die Zusammenarbeit mit den männlichen Kollegen sei problemlos, sagte sie.

Ein Tagebuch weckte das U-Boot-Fieber

Mit etwas Losglück konnten Besucher ein U-Boot der Klasse 212A besichtigen. Maik Dietrich gehörte dazu. „Ich hab’ mich mit Frau und Tochter gleich um 9.30 Uhr hier angestellt“, erzählt der Berliner. Das U-Boot-Fieber war bei ihm geweckt, als er das Kriegstagebuch seines Großvaters entdeckte, der seinerzeit auf U 372 fuhr. Seitdem hat der 39-Jährige 20 U-Boot-Museen weltweit besichtigt. Ein aktives Boot der Deutschen Marine war noch nicht dabei, freute sich Dietrich über die besondere Gelegenheit. Auch Horst Lauterbach (79) kehrte fasziniert vom Rundgang zurück: „Von außen sieht man einem U-Boot nicht an, wie viel Technik drin steckt“.

Tornado-Cockpit als Besucher-Magnet

Von dem Meeresgrund in die Lüfte: Technik ganz anderer Art bot das Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“. Interessierte konnten im Cockpit eines speziell aufbereiteten, aufgeschnittenen Tornado-Kampfjets Platz nehmen. Vor allem Jungs zog das Modell magisch an. „Spannend“, fand der fünfjährige Andreas. Auch ein Schleudersitz gehörte zur Schau, der Piloten im Notfall bis zu 200 Meter in die Höhe katapultiert.

Angesichts der Wärme "zufriedenstellende Bilanz"

Insgesamt 2800 Gäste zählte die Marine, die den „Tag des Offenen Stützpunkts“ besuchten. Zwar waren die Zahlen in den Vorjahren mit über 3000 Besuchern höher. „Angesichts der Wärme sind wir aber zufrieden“, resümierte Leutnant zur See Nils Perleberg, bei dem die organisatorischen Fäden zusammenliefen.

Fotos zum "Tag des offenen Stützpunkts" bei der Marine in Eckernförde
Torsten Müller 08.08.2018
Hans-Jürgen Jensen 08.08.2018
Hans-Jürgen Jensen 08.08.2018