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Rendsburg-Eckernförde Hier ist Silvester-Feuerwerk tabu
Region Rendsburg-Eckernförde

Abbrennverbote gelten besonders im Umkreis von Reetdachhäusern.

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19:00 28.12.2021
Von Sorka Eixmann
Silvester-Raketen dürfen nicht in der Nähe von Reetdachhäusern gezündet werden.
Silvester-Raketen dürfen nicht in der Nähe von Reetdachhäusern gezündet werden. Quelle: Christophe Gateau
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Molfsee/Flintbek

Alle Jahre wieder: Mit dem Silvesterabend haben viele Menschen auch Lust auf ein Feuerwerk. Das alte Jahr mit lautem Knall verabschieden und das neue Jahr mit bunten Farben begrüßen – so ist häufig der Wunsch. Auch wenn – genau wie im Vorjahr – der Verkauf von Pyrotechnik in Deutschland zwar verboten ist, so bedeutet das aber nicht, dass vorhandene Böller nicht gezündet werden dürfen.

Das Aber folgt auf dem Fuße: In vielen Gemeinden gibt es Abbrennverbote in bestimmten Bereichen. Natürlich auch in der Gemeinde Molfsee und den amtsangehörigen Gemeinden Mielkendorf, Rodenbek, Rumohr, Blumenthal und Schierensee.

200-Meter-Regel: Abstand von gefährdeten Gebäuden

„In allen Gemeinden des Amtes Molfsee ist das Abbrennen von Kleinfeuerwerken in einem Umkreis von 200 Metern von einem mit Reet gedeckten Haus oder einem anderen Brand gefährdeten Gebäude verboten“, sagt Jan Schaper vom Ordnungsamt. Dazu gehören auch Tankstellen oder beispielsweise Alten- und Pflegeheime.

In Molfsee gibt es aber auch absolute Abbrennverbote, die gelten unter anderem für die östlich der Straße Rammsmoor gelegenen Grundstücke, ebenfalls für die Hausnummern 1 bis 9 im Rammseer Weg, für die gesamte Straße Am Museum und den Bereich der Seniorenwohnanlage Osterberg sowie die Hamburger Landstraße 76 bis 102 und den Parkplatz am Gelände des Freilichtmuseums.

Dazu kommen in Molfsee die beiden Bereiche, die vom Kreis als Hotspot eingestuft werden. Dort gilt vom 31. Dezember, 17 Uhr bis zu 1. Januar 2022 10 Uhr, ebenfalls ein Abbrennverbot von Böllern und Raketen.

„Gemeint ist der Bereich am Dorfanger – die Grünfläche befindet sich zwischen der L 318 (Hamburger Chaussee) und der Schulstraße neben dem Restaurant Catharinenberg“, so Schaper. Weiterhin starker

Zudem: „Auf Straßen, Wegen und Plätzen sowie auf sonstigen Flächen, auf denen an Silvester und Neujahr mit verstärktem Personenaufkommen zu rechnen ist, dürfen Feuerwerkskörper nicht verwendet werden“, betont Schaper.

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In der Pandemie meinen es die Ordnungsämter auch ernst, denn: „Verstöße gegen die Bestimmungen können als Ordnungswidrigkeiten verfolgt und auch geahndet werden“, betont Schaper. Und fügt hinzu: „Die örtliche Polizeistation wird dementsprechende Kontrollen durchführen.“

Ähnlich sind die Vorgaben im Amt Flintbek. „Zum Schutz der im Gemeinde- und Amtsgebiet liegenden Reetdachhäuser weisen wir auf die 200-Meter-Regel hin. Im Umkreis von 200 Metern dürfen pyrotechnische Gegenstände wie Kleinfeuerwerke oder Raketen nicht abgebrannt werden“, betont Verwaltungschef Olaf Plambeck in dem Zusammenhang. In Flintbek und in den amtsangehörigen Gemeinden wie Böhnhusen, Techelsdorf und Schönhorst sind noch viele Reetdachhäuser zu finden, daran muss beim Feuerwerk gedacht werden.

Keine Hotspots im Amt Flintbek

Das gelte auch für die Nähe von Altenheimen, führt Plambeck weiter an. Der Vorteil: „Wir haben keine Hotspots, das konnte ich auch an den Kreis Rendsburg-Eckernförde so weitergeben“, fügt Plambeck noch hinzu.

In der Gemeinde Rodenbek gibt es ebenfalls sogenannte absolute Abbrennverbote. Die gelten für den Ortsteil Hohenhude (mit Ausnahme des Ortskerns Hohenhude-Siedlung), für die Straße Mooredder und für die Dorfstraße von der Einmündung der Kreisstraße 6 bis zu den Hausnummer 21 und 24.

Christoph Rohde 18:06 Uhr
Philipp Scheithauer 16:00 Uhr