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Rendsburg-Eckernförde Ideen für das grüne Stift sind gefragt
Region Rendsburg-Eckernförde Ideen für das grüne Stift sind gefragt
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14:17 20.06.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Foto: Der Siegerentwurf im Städtebaulichen Wettbewerb, der im April 2018 vorgestellt wurde. Klar ist: Die Realität soll grüner werden.
Der Siegerentwurf im Städtebaulichen Wettbewerb, der im April 2018 vorgestellt wurde. Klar ist: Die Realität soll grüner werden. Wie, darüber können die Einwohner am Dienstag, 25. Juni, diskutieren. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Altenholz

Dort startet der erste Runde Tisch zur Rahmenplanung, die Grundsätzliches für die neue Stifter Mitte festzurren wird. Genau genommen gab es im November auch schon eine derartige Bürgerbeteiligung zum Fokus Verkehr.

Diskussionsgrundlage: der Siegerentwurf für die neue Mitte

Diskussionsgrundlage ist auch diesmal der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs, der nun von den Bürgern mit Leben gefüllt werden soll. Ein häufiger Kritikpunkt: Der Plan sei nicht grün genug, Einwohner sorgen sich, dass viele Flächen zugepflastert werden. Planer Stefan Escosura hatte allerdings auch schon betont, dass rote Flächen im Plan nicht zwangsläufig versiegelt sein müssen. 

Große Bäume bleiben größtenteils

Und so liegt mittlerweile ein neuer Entwurf mit mehr Grünflächen vor, der Diskussionsgrundlage beim Runden Tisch sein wird, erklärt Bauamtsleiter Roland Dürrbaum. Die großen Bäume im Ortskern „bleiben größtenteils erhalten“. Aber das Buschwerk soll fallen, um den Platzcharakter des Ostpreußenplatzes zu betonen und mehr Sichtbeziehungen zu schaffen. „Zwischen der neuen Straße und den Turmhäusern wollen wir das Grün hingegen noch verdichten“, erklärt Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD).

Boulebahn? Wasserspiele?

Im neuen Plan gibt es auch schon Vorschläge wie Spielplatz, Boulebahn oder Wasserspiele: „Darüber muss man dann diskutieren“, sagt Bianca Hess, Büroleitende Beamtin des Rathauses. Auch Ideen zur Sichtbarmachung der alten Stifter Allee sind willkommen. Ebenso können die Teilnehmer über die Gestaltung des Harmsparks diskutieren. 

Möglicherweise wird auch der Parkraum an der Straße vor dem neuen Supermarkt noch einmal umgestaltet, erklärt sie: um mehr Parkraum mit viel Grün zu schaffen. Denn vor den Turmhäusern können laut Vorschlag kleinere Gebäude entstehen, die im Erdgeschoss gewerblich genutzt werden – zum Beispiel für einen Bäcker oder andere Läden.

Ziel: Belebung des Stifter Zentrums

Schließlich steht hinter dem aufwändigen Prozess der Städtebauförderung  der Wunsch, das Stifter Zentrum wieder zu beleben und zum attraktiven Aufenthaltsort zu machen – nicht nur für die Stifter. Deshalb würde sich die Verwaltung auch über die Teilnahme von Altenholzern aus anderen Ortsteilen freuen, erklärt Carlo Ehrich. 

Die Anregungen am Dienstag werden aufgenommen, anschließend diskutieren Kommunalpolitik, Verwaltung und Planer die beste Lösung, erläutert er. Es gelte abzuwägen zwischen Einzelinteressen und dem großen Ganzen, betont auch Bianca Hess. Man müsse bei der Planung auch die öffentlichen Interessen vertreten: „Es ist ein Ortskern, kein abgeschottetes Viertel von Anwohnern.“ Das Areal lebe von einer multifunktionalen Nutzung.

Rahmenplan gibt Leitlinien vor

Der Runde Tisch soll am Dienstag etwa „zwei konzentrierte Stunden“ dauern. Die Verwaltung plant dieses Jahr noch weitere Diskussionsveranstaltungen zu anderen Schwerpunkten. Vorgeschrieben ist das nicht: „Wir machen es, um die Bürger mitzunehmen“, erklärt Büroleiterin Hess.  Ziel der Verwaltung ist es, dass Ende des Jahres ein Entwurf des Rahmenplans vorliegt. Dieser gibt quasi die Leitlinien vor und ist ein Mittelding zwischen dem großflächigen Flächennutzungsplan und einem Bebauungsplan, der schon sehr detailliert ist.

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