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Rendsburg-Eckernförde Albanisches Einbrecher-Duo geschnappt
Region Rendsburg-Eckernförde Albanisches Einbrecher-Duo geschnappt
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19:55 15.01.2016
Von Bastian Modrow
Foto: Spezialeinsatzkräften der Landespolizei Schleswig-Holstein ist es am Donnerstagabend gelungen, zwei mutmaßliche Einbrecher festzunehmen.
Spezialeinsatzkräften der Landespolizei Schleswig-Holstein ist es am Donnerstagabend gelungen, zwei mutmaßliche Einbrecher festzunehmen. Quelle: Uwe Paesler
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Altenholz

„Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, kurz vor ihrer Festnahme in zwei Immobilien in Altenholz-Klausdorf eingedrungen zu sein und zumindest aus einem der beiden Einfamilienhäuser Schmuck entwendet zu haben“, sagt die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Bei dem jüngeren der beiden Beschuldigten, dem 19 Jahre alten R. R., wurden Gegenstände sichergestellt, die bereits von einem der Einbruchsopfer als sein Eigentum identifiziert worden sind. Bei dem zweiten Tatverdächtigen handelt es sich um den 35-jährigen D. B.. „Beide Beschuldigte sind nach ersten Erkenntnissen der Gruppierung zuzuordnen, die sich seit dem 8. Januar in Untersuchungshaft befindet“, sagt Heß.

In Kiel-Friedrichsort waren nach drei Einbrüchen drei aus Albanien stammende Männer festgenommen worden, unter ihnen der 20-jährige Edison M., der seit Anfang 2015 insgesamt 19 Wohnungseinbrüche begangen haben soll und der zumindest zeitweise als Kopf der Bande im Kieler Umland aktiv gewesen ist. Dass die Einbrechergruppe mit den jüngsten Festnahmen zerschlagen ist, glaubt die Polizei aber nicht. Die Strukturen und die Größe der Banden sei schwer zu analysieren, verlautet es auf Ermittlerkreisen. Auffällig bei albanischen Serieneinbrechern sei, dass diese ohne klare Führungsperson agieren würden. „Wird ein Clan-Mitglied festgenommen, rückt ein anderes nach und neue Täter werden rekrutiert“, berichtet ein Fahnder und vergleicht die kriminellen Netzwerke mit einer Hydra.

Die Staatsanwaltschaft in Kiel hat gegen beide Männer Haftbefehl beantragt. Dem 19-jährigen R. werfen die Ankläger vier Einbrüche vor, dem 35 Jahre alten Mittäter zwei Taten. Beide Männer sollen keinen festen Wohnsitz haben. Nach Informationen der Kieler Nachrichten soll R. als Asylsuchender registriert sein, B. über Frankreich, wo er als Zuwanderer aktenkundig geworden ist, ins Land gekommen sein.

In der Debatte um eine schnellere Abschiebung krimineller Flüchtlinge hat die CDU erneut schwere Kritik geübt und Innenminister Stefan Studt (SPD) Hilflosigkeit vorgeworfen. Am Mittwoch hatte der Minister angekündigt, straffällige Zuwanderer zügiger ausweisen zu wollen. Am Donnerstag hatte die Union eine parlamentarische Kleine Anfrage veröffentlicht, nach der das Land im vergangenen Jahr 500 Flüge in die Herkunftsländer stornieren musste, ohne die Gründe dafür zu kennen. „Über Monate hat die Regierung die Menschen getäuscht, nur unter massivem öffentlichen Druck hat der Innenminister die bitteren Fakten präsentiert“, kritisiert CDU-Fraktions-Chef Daniel Günther. Studts einziger Ansatz zur Bekämpfung der Sicherheitslücke habe sich als untauglich erwiesen. „Daraufhin ist die gesamte Regierungsspitze abgetaucht, offensichtlich können SPD, Grüne und SSW sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen“, so Günther.

Wolfgang Mahnkopf 15.01.2016
15.01.2016
15.01.2016