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Rendsburg-Eckernförde Autohändler im Fokus der Steuerfahnder
Region Rendsburg-Eckernförde Autohändler im Fokus der Steuerfahnder
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14:16 11.12.2018
Von Niklas Wieczorek
Foto: Verdacht Steuerhinterziehung: Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahnder durchsuchte n nicht nur ein Wohnhaus in Sorgbrück, sondern insgesamt 14 Objekte in und um Rendsburg.
Verdacht Steuerhinterziehung: Polizei, Staatsanwaltschaft und Steuerfahnder durchsuchte n nicht nur ein Wohnhaus in Sorgbrück, sondern insgesamt 14 Objekte in und um Rendsburg. Quelle: Juliane Häckermann/Symbol
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Rendsburg

Einer der Großeinsätze lief Beobachtern zufolge seit dem frühen Morgen um 6 Uhr nordwestlich von Rendsburg: An der B77 bei Sorgbrück werden auf einem abgelegenen Grundstück Spuren gesichert. Gegen 10 Uhr sollen weitere Polizisten zu dem von Bäumen und Hecken umgebenen Wohnhaus gerufen worden sein.

Laut Henning Hadeler von der Staatsanwaltschaft Kiel ist das aber nur eines von 14 Objekten im Raum Rendsburg, die seit den frühen Morgenstunden von Spezialisten durchsucht werden. Darunter seien Gewerbegrundstücke im Rendsburger Stadtgebiet, aber auch Häuser in Borgstedt und anderen Orten. Die Gebäude werden allesamt vier Personen zugeschrieben, die den Ermittlern zufolge im Verdacht der Steuerhinterziehung über mehrere Jahre stehen.

Luxusautos beschlagnahmt, aber auch Waffen?

Hadeler zufolge werfen Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft den Männern mit syrischem Migrationshintergrund vor, gleich mehrere Steuern über mehrere Jahre nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben. Die Verdächtigen dürften zusammengearbeitet haben, die Schadenssumme im sechsstelligen Bereich liegen. Der Oberstaatsanwalt bestätigte auch, dass die Gelder aus dem Autogewerbe stammen. Die Ermittler beschlagnahmten zunächst etliche Dokumente, aber auch Bargeld im sechsstelligen Bereich und Luxusautos.

Die Spezialkräfte der Polizei seien für den Schutz vor Ort notwendig gewesen, sagte Hadeler. Dies habe eine vorherige Gefahrenanalyse ergeben. Nach KN-Informationen waren die Ermittler auch von Waffenbesitz ausgegangen. Einen Fund von Waffen konnte der Oberstaatsanwalt aber zunächst nicht bestätigen. Die Durchsuchungen durch insgesamt rund 200 Einsatzkräfte waren aber auch am Nachmittag noch nicht abgeschlossen. Wann genaue Erkenntnisse zu erwarten seien, wollte Hadeler nicht kommentieren.

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