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Rendsburg-Eckernförde Bordesholm soll 2022 die erste Fahrradstraße bekommen
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Bordesholm soll 2022 die erste Fahrradstraße bekommen

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14:32 17.12.2021
Von Frank Scheer
Ein neuer Fußweg soll über das Gelände der katholischen Kirchengemeinde zur Hans-Brüggemann-Schule verlaufen – und zwar auf dem Stück, wo jetzt der Knick verläuft.
Ein neuer Fußweg soll über das Gelände der katholischen Kirchengemeinde zur Hans-Brüggemann-Schule verlaufen – und zwar auf dem Stück, wo jetzt der Knick verläuft. Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Wenn alles planmäßig läuft, bekommt Bordesholm 2022 die erste Fahrradstraße – im Langen- und Lüttenheisch. Sie ist Teil des Verkehrskonzepts rund um die Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule (HBS). Die Gemeindevertretung hat am Donnerstagabend beschlossen, in die konkreten Planungen und Kostenermittlungen einzusteigen. Für einen neuen Fußweg zur Schule neben der katholischen Kirche soll ein Knick gerodet werden.

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Das Verkehrskonzept gehört zum Erweiterungskonzept der HBS, die spätestens ab 2023 von 700 auf 800 Schüler wachsen wird. Um die Verkehrsströme vor Schulbeginn und nach dem -ende zu entzerren, soll ein neuer Fußweg von der Bahnhofstraße aus geschaffen werden.

Der Gemeinde gehört ein etwa zwei bis 2,50 Meter breiter Streifen von der Straße bis in Höhe der Sporthalle, auf dem momentan ein Knick zu finden ist. Laut Konzept soll mit der Kirchengemeinde über den Ankauf von Land verhandelt werden, um den Weg breiter zu machen. „Der Knick müsste dann aber weg, die Stützwand zur daneben verlaufenden Privatstraße, Höhe Einfahrt Stil & Blüte, bricht ohnehin bald zusammen.

Vor der Hans-Brüggemann-Schule in Bordesholm bricht morgen und mittags oft ein Verkehrschaos aus. Deshalb soll die Busspur vor der Schule umgebaut werden. Zudem wird der Bereich Fahrradstraße. Quelle: Frank Scheer

Da hätte man sowieso etwas machen müssen“, so Bürgermeister Ronald Büssow (SPD). Eltern-Taxis wird dadurch das Angebot gemacht, nicht mehr direkt vor die Schule fahren, sondern in der Bahnhofstraße anzuhalten. Etwa 100 bis 150 wird der neue Fußweg lang sein – die Schülerinnen und Schüler gelangen im Bereich der Sporthalle aufs Schulgelände.

Knick soll in Bordesholm neu angepflanzt werden

Sven Ingwersen, Leiter des Bau- und Ordnungsamts in der Amtsverwaltung, sieht auch keine Schwierigkeiten, den Knick innerorts wegzunehmen und durch eine Ausgleichsmaßnahme an anderer Stelle wieder anzupflanzen. Eine Fahrradstraße müsste von der Verkehrsaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde genehmigt werden. Dann hätten Radfahrer Vorrang vor den motorisierten Verkehrsteilnehmern und könnten auch zu dritt nebeneinander fahren. Für eine Genehmigung durch die Behörden sieht er keine Probleme. „Bei der nächsten Verkehrsschau 2022 wird das Thema vorgestellt.“ Eine Einbahnstraße im Langen- und Lüttenheisch ist nicht im Gespräch. Dagegen hatten die Anlieger auch protestiert. Die Bushaltestelle vor der Schule soll modernisiert werden.

Weitere Beschlüsse aus der Gemeindevertretung

Die Baumschutzsatzung in Bordesholm kommt – nur der Zeitpunkt des Inkrafttretens ist noch unklar. Die Gemeindevertretung hat das Amt beauftragt, eine Schutzsatzung für Bäume ab einem Umfang von 100 Zentimetern zu entwickeln und den Gremien zur Beratung vorzulegen. Die FDP hat ihren Antrag auf eine Machbarkeitsstudie für die Bebauung des Veranstaltungsplatzes auf den 15. Februar 2022 verschoben. Da berät die Gemeindevertretung über den Abschlussbericht des Ortsentwicklungskonzepts. Im Bau- und Planungsausschuss war die Studie durch ein 4:4-Patt abgelehnt worden. Die SPD kritisierte, dass sich die FDP nicht an Absprache hielte – vor der Präsentation des Abschlussberichtes wollten sich alle Fraktionen mit Anträgen zurückhalten. Der Satz für die Grundsteuer B steigt in Bordesholm kräftig von 339 auf 367 Prozent. Die Gemeinde nimmt insgesamt 1,015 Millionen Euro, 77.000 mehr als im Vorjahr, ein. Eine neue Kreditaufnahme ist nicht geplant; Anfang 2022 liegt der Schuldenstand bei 5,3 Millionen Euro. fs

Auf Nachfrage von Torsten Pogge (UWB), was denn mit den anderen über 50 Bushaltestellen im Ort sei, betonte das Amt, dass keine Maßnahmen vorgesehen seien. Laut Pogge müssen aber alle Haltestellen bis Ende 2021 barrierefrei umgebaut sein. Das Thema soll im kommenden Jahr erneut debattiert werden.

Planungsbüro ermittelt Gesamtkosten

Über die Kosten der Maßnahmen wurde nichts bekannt. Die sollen jetzt vom Planungsbüro Wasser und Verkehrskontor Neumünster ermittelt werden. Das Büro hatte auch die Vorschläge erarbeitet. Wenn die Gesamtkosten feststehen, soll mit dem Schulverband Bordesholm eine Einigung hinsichtlich der Übernahme und Bauträgerschaft angestrebt werden.

Sorka Eixmann 17.12.2021
Christoph Rohde 17.12.2021
Greta Weber 17.12.2021