Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg-Eckernförde So soll die Altstadt fit gemacht werden
Region Rendsburg-Eckernförde So soll die Altstadt fit gemacht werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:29 25.08.2019
Von Wolfgang Mahnkopf
Heiko Hinrichsen, Mitarbeiter des Bauamtes, erläutert Besuchern die Ideen von Jerrytown, einer Veranstaltung der Stadt Rendsburg für Kinder. Diese haben mehr Grün und einen Springbrunnen auf dem Altstädter Markt angeregt. 
Heiko Hinrichsen, Mitarbeiter des Bauamtes, erläutert Besuchern die Ideen von Jerrytown, einer Veranstaltung der Stadt Rendsburg für Kinder. Diese haben mehr Grün und einen Springbrunnen auf dem Altstädter Markt angeregt.  Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Anzeige
Rendsburg

„Wir wollen Anregungen und Antworten finden, was die Altstadt von Rendsburg benötigt“, sagte Pierre Gilgenast. Der Bürgermeister begrüßte zusammen mit Alexandra Dahmen, Projektleiterin beim Mitveranstalter BIG Städtebau GmbH, die Besucher.

Dabei wolle die Stadt neue Wege gehen und mit den Bürgern direkt vor Ort auf dem Altstädter Markt ins Gespräch kommen. Die Stadt attraktiver machen, den Leerstand beheben und die baufälligen Gebäude sanieren, das koste viel Geld. „Wir brauchen mehr die Förderung des Landes“, sagte Gilgenast. Der Bürgermeister forderte die Bürger auf, nicht nur Anregungen und Wünsche zu äußern. „Sagen Sie uns, welchen Beitrag Sie leisten wollen, um die Altstadt, das Herzstück der Stadt und damit auch der Region, zu erhalten.“

Altstädter Markt im Mittelpunkt

Bei der Frage nach kreativen Ideen, wie mit dem Leerstand umgegangen werden soll, war die Forderung an die Eigentümer, sie zur Sanierung zu verpflichten, auffällig. Auch die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr stand im Fokus. Wünsche nach der Belebung des Sanierungsgebietes waren vielfältig. Im Mittelpunkt stand dabei der Altstädter Markt. Dazu hatte das Kinderprojekt Jerrytown der Stadt Rendsburg einige Vorschläge gemacht und im Modell vorgestellt. Joachim Petrat aus Rendsburg gefiel die angeregte Begrünung. „Ich würde mich ehrenamtlich bei Projekten engagieren, wenn die Stadt dazu aufrufen sollte“, sagte der 60-Jährige.

Marianne und Wolf-Dieter Matthiesen (66) aus Rendsburg regten an, eine Landesgartenschau nach Rendsburg zu holen. „Die würde die Stadt beleben, und davon würde auch die Altstadt profitieren.“ Die 68-Jährige meinte auch, dass die Stadt nicht alles alleine finanzieren könne. „Wir würden für bestimmte Projekte spenden.“ Als seinen Lieblingsplatz bezeichnete Albrecht Metzger aus Rendsburg die Schleifmühlenstraße/Ecke Stegengraben. „Die Ecke hat etwas Geheimnisvolles.“

Nur wenige junge Menschen beteiligen sich

Zu den wenigen jungen Menschen, die auf dem Altstädter Markt zu sehen waren, befand sich auch Patrick Storr. Der 23-Jährige aus Rendsburg machte beim Graffiti-Workshop von Harald Boigs, einem Künstler und Gestaltpädagogen aus Bordesholm, mit den Buchstaben EF mit. „Sie sollen auf das Europaforum an der Schule Altstadt aufmerksam machen in Bezug auf das Altenheim, das am Altstädter Markt entsteht.“

Eva Raeck und Martin Eltner (66), die vor einigen Monaten von Köln in die Neue Straße gezogen sind, wünschten sich mehr Grün. „Wenn die Stadt es zulassen würde, würden wir in unserer Straße auf eigene Kosten tätig werden“, sagte die 72-Jährige. Stadthistoriker Alfred Gudd zeigte bei seinen beiden Führungen durch die Altstadt über jeweils zwei Stunden den 50 Interessenten sanierte und baufällige Gebäude. Das Fazit der Zuhörer: „Rendsburg könnte viel schöner sein, wenn man die Eigentümer baufälliger Gebäude verpflichten würde, die Häuser zu pflegen oder zu sanieren.“

Das Sanierungsgebiet Rendsburger Altstadt soll für die Zukunft fit gemacht werden. Dazu beziehen Politik und Verwaltung die Bürger mit ein.
Rainer Krüger 25.08.2019
Jan Torben Budde 24.08.2019
Florian Sötje 24.08.2019