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Rendsburg-Eckernförde Ortsentwicklung "wesentlicher Eckpunkt"
Region Rendsburg-Eckernförde Ortsentwicklung "wesentlicher Eckpunkt"
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20:00 17.06.2019
Von Wolfgang Mahnkopf
Foto: Bürgervorsteher Henning Loose (CDU) gratuliert Tanja Petersen zum Wahlsieg.
Bürgervorsteher Henning Loose (CDU) gratuliert Tanja Petersen zum Wahlsieg. Quelle: Wolfgang Mahnkopf
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Fockbek

Schon im ersten Wahlgang mit einem Vorsprung von 434 Stimmen hatte sich ein Sieg von Tanja Petersen in der Stichwahl am Sonntag um das Amt des Bürgermeisters in der Gemeinde Fockbek westlich von Rendsburg angedeutet. Doch dass die Herausforderin von Holger Diehr, dessen sechsjährige Amtszeit am 31. Dezember abläuft, mit 811 Stimmen so deutlich vor dem Amtsinhaber liegen würde, damit hatte die 46-Jährige nicht gerechnet. „Ich bin überwältigt. Das ist unser gemeinsamer Erfolg, wir sind gemeinsam Bürgermeister“, rief die parteilose, von der SPD nominierte Siegerin, den etwa 50 im Rathaus versammelten SPD-Freunden und Sympathisanten zu.

Um 19 Uhr hatte Wahlleiter Hans-Jörn David das Ergebnis aus den drei Wahllokalen bekanntgegeben. Für Tanja Petersen entschieden sich 2081 Wähler und damit 62,1 Prozent, Holger Diehr bekam 1270 Kreuze. Von 5276 wahlberechtigten Fockbekern gingen 3362 zur Wahlurne, das ist eine Wahlbeteiligung von 63,72 Prozent.

Vertrauen als Grundlage für den Sieg

Das Vertrauen in ihre Person erachte sie als wesentliche Grundlage für den hohen Sieg, so Petersen. Den Ort weiterzuentwickeln und enge Kontakte sowie vertrauensvoller Austausch mit den Bürgern und den Umlandgemeinde würden wesentliche Eckpunkte ihrer Arbeit sein. 

Er gebe sich nicht dem Trübsal hin, er sehe das Ergebnis sportlich. „Einer kann in einem Wettkampf nur gewinnen“, sagte Holger Diehr auf telefonische Nachfrage. Der 49-Jährige, der am frühen Montagmorgen in Urlaub geflogen ist, hatte sich wegen der Geburtstagsfeier seiner Frau im Rathaus nicht blicken lassen. Er werde seine Aufgaben bis zum Jahresende mit voller Kraft und gewohnt professionell bewältigen. Dann gehe er mit einer Pension von 4600 Euro netto in den Ruhestand. Beruflich wolle er zunächst eine Auszeit nehmen.

"Überzeugende inhaltliche Argumente"

Bürgervorsteher Henning Loose (CDU) meinte, dass das Ergebnis politisch den Wettbewerb widerspiegele. Der CDU-Ortsvorsitzende Uwe Stangenberg sprach von einem Sieg Frau über Mann. „Für mich ist das Ergebnis nicht Ausdruck der guten Leistungen von Holger Diehr.“ Manfred Schröder, SPD-Ortsvorsitzender, stellte als Hauptursache für den Sieg fest: „Tanja Petersen hat in ihrem Wahlkampf überzeugende inhaltliche Argumente geliefert.“

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