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Rendsburg-Eckernförde Startschuss für das Bürgerportal
Region Rendsburg-Eckernförde

Bürgerportal: Kommunen bauen Digitalangebot aus

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17:55 10.09.2020
Von Paul Wagner
Andreas Betz, Amtsdirektor im Amt Hüttener Berge, und Digitalisierungsminister Jan Phillip Albrecht schalten das digitale Bürgerportal frei.
Andreas Betz, Amtsdirektor im Amt Hüttener Berge, und Digitalisierungsminister Jan Phillip Albrecht schalten das digitale Bürgerportal frei. Quelle: Paul Wagner
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Borgstedt

„Mit dem Bürgerportal schaffen wir eine einheitliche Lösung für kommunale Online-Angebote. Eine benutzerfreundliche Gestaltung digitaler Angebote wie im Bürgerportal erhöht die Chancen auf echte Teilhabe deutlich“, sagte Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht am Donnerstag in Borgstedt. Dort nahm er gemeinsam mit Amtsdirektor Andreas Betz das landesweite Bürgerportal in Betrieb.

Angebote im Netz gebündelt

Vom Wohngeldantrag über die Anmeldung eines Hundes bis hin zur Buchung von kommunalen Räumlichkeiten oder Mitfahrgelegenheiten soll das Portal künftig bürgernahe Angebote der öffentlichen Verwaltung und privater Initiativen im Netz bündeln. Das Bürgerportal ist seit Ende 2018 unter Federführung des Amtes Hüttener Berge entwickelt worden und soll nach und nach auf möglichst viele Kommunen des Landes ausgeweitet werden.

Nach Angaben des Digitalisierungsministeriums haben Flensburg, Nordfriesland und Lübeck bereits Interesse an dem neuen Angebot des Landes angemeldet. Wie schnell die Einführung in weiteren Kommunen konkret aussehen wird, liege nun am Interesse der Gemeinden. „Das Modul ist da, die Technik funktioniert. Jetzt müssen die Gemeinden vor Ort entscheiden, ob sie dabei sein wollen“, sagte Ministeriumssprecher Patrick Tiede.

Zahlen per Kreditkarte

„Die digitalen Dienste werden die analogen nicht vertreiben“, unterstrich Amtsdirektor Andreas Betz bei der Vorstellung des Portals im Bürgerhaus in Borgstedt. Gerade jedoch für jüngere Menschen, die oft nicht mehr in die Sitzungen von Ausschüssen und Gemeindevertretung kommen, sei das Portal eine Möglichkeit, sich an Fragen zu Bebauungsplänen und anderen kommunalpolitischen Themen zu beteiligen.

Besonders wichtig: Die Gebühren für einzelne kommunale Dienstleistungen wie zum Beispiel die Anmeldung eines Hundes können im Portal per Kreditkarte bezahlt werden. Diese Funktion sei kontrovers besprochen worden, sagte Betz. Schließlich seien Kommunen an die Einhaltung von Fristen und an korrekte Gebührenbescheide gebunden, die nach einer Online-Bezahlung erst anschließend im Hintergrund ablaufen. Es werde selbstverständlich korrekt abgerechnet und jeder Bürger bekomme seinen Bescheid. Er gehe davon aus, das dieses niederschwellige Angebot von den Menschen genutzt werde. „Da muss man einfach mal etwas mutig vorangehen“, sagte Betz.

Individualisierung möglich

Durch eine technische Individualisierung ist es jedem Bürger möglich, je nach Interesse sein eigenes Portal zusammenzustellen. An vielen Stellen wird der Nutzer dabei auf die digitalen Informationen übergeordneter Behörden und Verwaltungen geleitet – zum Beispiel, wenn es um die Landesplanung oder den Antrag auf einen Waffenschein beim Kreis geht.

Auch Termine für Veranstaltungen aller Art oder offizielle Sitzungen lassen sich im Bürgerportal in einem individuellen Kalender anzeigen. Ämter und Gemeinden können ihr Angebot in den eigenen kommunalen Farben präsentieren und haben die Möglichkeit, mit Bannern zusätzliche optische Schwerpunkte zu setzen. Das Portal soll mittelfristig auch in seiner Angebotstiefe ausgeweitet werden.

Das Pilotprojekt im Amt Hüttener Berge erreichen Sie hier.

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