Carsharing im Verein - Kronwerker aus Rendsburg fahren für die Umwelt
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Carsharing im Verein - Kronwerker aus Rendsburg fahren für die Umwelt

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16:08 17.12.2020
Von Sven Tietgen
Die Kronwerker danken Sabrina Schiefelbein von Recase (2 v. rechts) und Christian Jacobsen (vorne Mitte) von der SH-Netz-Ag für die Unterstützung.
Die Kronwerker danken Sabrina Schiefelbein von Recase (2 v. rechts) und Christian Jacobsen (vorne Mitte) von der SH-Netz-Ag für die Unterstützung. Quelle: Malte kühl
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 Damit wollen sie die Umwelt und auch die Parkplatzsituation vor der eigenen Haustür entlasten. "Wir sind zum großen Teil Familien mit Kindern. Das Thema Umweltschutz wird bei uns großgeschrieben", sagt Björn Schneidemesser vom Carsharing-Verein. „Da es kein entsprechendes Mobilitätsangebot gab, haben wir uns überlegt, dass wir das selbst organisieren“, erläutert der Vereinsvorsitzende Christian Scherpe. Relativ schnell konkretisierten sich die Pläne, sodass das Projekt schneller umgesetzt werden konnte als gedacht. So fanden sich auch mit der SH-Netz-AG und der Firma Recase aus Busdorf Sponsoren und Berater, die das Projekt unterstützen.

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Auslastung von 20 Stunde in der Woche geplant

"Wir erwarten eine Auslastung von etwa 20 Stunden in der Woche", sagt der Vorsitzende. Damit es zu keinen Problemen bei der Verfügbarkeit kommt, ist eine gute Planung erforderlich. „Wir wollten abends keine endlosen Excel-Tabellen ausfüllen und haben uns daher eine passende App gesucht“, meint der Kronwerker Jörg Zeumer. So stellt Dörpsmobil-SH eine Software zur Verfügung. „Damit schließen wir das Auto auf, und es wird auf die Minute genau abgerechnet.“ So hat der Verein weniger Arbeit. Die Kosten für das Auto werden aufgeteilt und der entsprechende Betrag vom Konto abgebucht. Über Wochen in voraus kann man sich auch über das Programm das Auto reservieren, sodass jeder genau weiß, wann das Fahrzeug verfügbar ist.

Mehr zum Thema Carsharing lesen Sie hier.

Auch wenn ein Dörpsmobil in der Stadt eher ungewöhnlich sei, hatten sich die Vereinsmitglieder überlegt, dass das Projekt auch gut zu einem Stadtteil mit Quartiers-Charakter passe. Momentan gehören elf Mitglieder zu dem kleinen Verein. Momentan ist die Nutzung des Fahrzeuges nur den Kronwerkern möglich, aber es gibt die Option, dass auch andere Fahrer das Auto nutzen. Über die App könnten beispielsweise auch Mobilitätsangebote in anderen Gemeinden genutzt werden.

Elektroauto nur für mittlere Stecken

Generell wollen die Kronwerker ihr tägliches Verhalten anpassen. "Für die kurzen Strecken wie zum Markt geht man zu Fuß oder fährt mit dem Fahrrad. Für lange Strecken nutzt man die Bahn und für mittlere ist das Elektroauto da", sagt Björn Schneidemesser.

Durch die Anschaffung des Gemeinschaftsfahrzeuges können Ressourcen wie Stahl, Kunststoff und Lithium, die bei der Produktion verwendet werden, eingespart werden, da weniger Fahrzeuge produziert werden müssen. Der Strom, der für den Antrieb nötig ist, wird zusätzlich in Schleswig-Holstein erzeugt. Es war einer der Gründe für die Anschaffung eines E-Fahrzeuges.

Potenzielle Neumitglieder können den Verein über die E-Mail die-kronwerker@gmx.de kontaktieren.

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