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Rendsburg-Eckernförde Kuhweide ist Open-Air-Atelier
Region Rendsburg-Eckernförde Kuhweide ist Open-Air-Atelier
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18:00 17.10.2018
Von Frank Scheer
Foto: Rainer Fest bearbeitet in den nächsten drei Wochen den zweiten Granitfindling in Bissee.
Rainer Fest bearbeitet in den nächsten drei Wochen den zweiten Granitfindling in Bissee. Quelle: Frank Scheer
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Bissee

Der Kunstfreund Egon Blitza aus Neumünster, der beim jährlichen Skulpturensommer in Bissee seit mehr als 20 Jahren mitwirkt, hatte die 3,40 Meter langen, 1,70 breiten und einen Meter hohen sowie 11,6 und 9,5 Tonnen schweren Steine vor drei Jahren in einer Kiesgrube zwischen Bornhöved und Schmalensee entdeckt. Ursprünglich waren beide Teile mal ein Granit, die Eiszeit hatte sie aber getrennt.

"Brunnen für Bissee" schon fertig

Im Juli 2016 ließ Blitza den Bildhauer Rainer Fest den ersten Granit bearbeiten. Es entstand das Kunstwerk "Brunnen für Bissee". Auf der Oberfläche schuf er eine kleine Kulturlandschaft mit Eider, dem Dorf Bissee und dem Bothkamper See. Blitza kündigte damals auch an, die beiden Steine der Gemeinde zu schenken. Im Sommer 2018 waren beide Findlinge per Kran auch an ihren jetzigen Standort nahe der Eider gehievt worden.

Künstler will Einheit herausarbeiten

Bis Anfang November ist der Künstler auf der Weide quasi in einem Open-Air-Atelier tätig. Von der Brücke aus kann ihm jeder Interessierte zuschauen.  "Ich möche herausarbeiten, dass die Steine zusammengehören", sagte der Künstler am Mittwoch. Der fertige Stein zeige die geschaffene Kulturlandschaft. Beim unbearbeiteten Granit wolle er aber nicht viel verändern, sondern eher die Strukturen, wie beispielsweise die Quarzadern, betonen.

Christoph Rohde 17.10.2018
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 17.10.2018