Der Eimersee im Norden von Eckernförde wurde am Sonnabend zur Eislaufbahn
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Rendsburg-Eckernförde Eislauf-Spaß auf dem Eimersee
Region Rendsburg-Eckernförde

Der Eimersee im Norden von Eckernförde wurde am Sonnabend zur Eislaufbahn

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18:07 13.02.2021
Von Christoph Rohde
Beim Eishockey auf dem Eimersee haben Timo Tetzner (rechts) und Sohn Nico (16) ihren Spaß.
Beim Eishockey auf dem Eimersee haben Timo Tetzner (rechts) und Sohn Nico (16) ihren Spaß. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Bei sonnigem Winterwetter hielt es viele nicht mehr im Haus. Birgit Kiehn beispielsweise holte ihre fast 30 Jahre alten Schlittschuhe – die Guten aus Leder – aus dem Keller. „Bei unserem Wetter nutzen die sich ja nicht ab“, sagt sie mit einem Lächeln. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter Thietje hatte sie einen richtigen Wintertag eingelegt. Erst Ski-Langlauf auf dem Wanderweg am Nord-Ostsee-Kanal, dann Eislaufen auf dem Eimersee.

Schlittschuhlaufen ist wie Radfahren

Auch Sören Vollert und Ulrike Holm kramten aus der hintersten Ecke ihre Schlittschuhe wieder hervor. „Schon lange her, dass wir das letzte Mal gelaufen sind“, gesteht das Ehepaar. Umso größer war die Freude, wieder einmal über das Eis zu gleiten. „Das ist wie Radfahren“, sagt Vollert. „Das verlernt man nicht.“ Doch schon der kleine Hang zur Eisfläche wird zur ersten Herausforderung. „Aber wenn man Langlauf kann, weiß man, dass man schräg heruntermuss“, verrät der Eckernförder. Nach den ersten vorsichtigen Versuchen ließen sich schon flotte Kurven drehen.

Eishockeyspieler räumen sich ihr Feld

Zwar hatte sich eine Schneedecke über den Eimersee gelegt. Doch das schreckte vor allem die Eishockeyspieler nicht. Mit mehreren Schippen nach dem „Schneepflug-Prinzip“ wurde ein Karree geräumt. Timo Tetzner, der gemeinsam mit Sohn Nico (16) dem Puck nachjagte, hatte eine Sonderkonstruktion gefertigt: „Ein langes Brett mit Metallkante und zwei Stielen zum Schieben“, erläutert der Erfinder. Auch er hatte sehnsüchtig auf Wintertage mit Minustemperaturen gewartet.

Sicherheitsregeln der DLRG beachten

Vorteil des Eimersees: Er soll nur maximal 1,5 Meter tief sein, so dass er schnell zufriert. Doch offizielle Eis-Freigaben seitens der Behörden gibt es für die Gewässer in Eckernförde aus Haftungsgründen generell nicht. Wer Seen wie den Eimersee trotzdem betreten will, sollte bestimmte Sicherheitsregeln beachten. So empfiehlt die DLRG, stehende Seen erst aber eine Eisdicke von 15 Zentimetern zu betreten. Knistert und knackt es, sollte man sie sofort verlassen. Zudem sollte man nie allein aufs Eis gehen.

Kein Eisvergnügen mehr im Skatepark

Der Eckernförder Eimersee entstand 1990 im Rahmen einer Renaturierung des Lachsenbachtales. Der damalige städtische Naturschützer Michael Packschies hatte die Drainage mit einem Mörteleimer verschlossen, so dass sich der See als Refugium für viele Tier- und Pflanzenarten bilden konnte. Über weitere, relativ schnell zufrierende Gewässer verfügt Eckernförde nicht. Die Multifunktionsfläche im Zentrum der Skatebahn am Schulweg war zuletzt vor zehn Jahren für ein sicheres Eisvergnügen geflutet worden.

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