Die Kriminalstatistik weist weniger Wohnungseinbrüche in Eckernförde aus
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Rendsburg-Eckernförde Weniger Wohnungseinbrüche
Region Rendsburg-Eckernförde Weniger Wohnungseinbrüche
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15:39 24.11.2017
Von Christoph Rohde
Foto: Einbrecher auf dem Rückzug? In diesem Jahr gab es bislang nur sechs Wohnungseinbrüche in Eckernförde.
Einbrecher auf dem Rückzug? In diesem Jahr gab es bislang nur sechs Wohnungseinbrüche in Eckernförde. Quelle: Silas Stein
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Eckernförde

Eckernfördes Kripochef Frank Röckendorf spricht von einer erfreulichen Entwicklung. Er führt die Abnahme auch auf vermehrte Festnahmen im vergangenen Jahr mit Untersuchungshaft zurück. „Das hat abschreckende Wirkung.“ Gleichzeitig habe die Polizeidirektion Neumünster ein Konzept aufgelegt, um weitere Einbrüche zu verhindern, das sich auch auf Eckernförde auswirke.

Die Gesamtzahl der Straftaten hat in der Stadt 2016 zwar um sechs Prozent leicht zugenommen, sei aber „nicht besorgniserregend“, betonte Röckendorf. Positiv sticht die Aufklärungsquote heraus: 56,3 Prozent aller Delikte konnten geklärt werden, mehr als im Kreisgebiet (52,6 Prozent). Von den insgesamt 1837 Straftaten entfällt der größte Teil (472) auf einfache Diebstähle. Zurückgegangen sind hingegen die Körperverletzungen (280 Fälle) um fünf Prozent.

Mit Sorge betrachtet die Polizei den Anstieg von Betrügereien an älteren Menschen. Als fingierte Enkel oder falsche Polizisten versuchen Tricktäter an Geld und Wertsachen zu gelangen. Rückläufig sind im vergangenen Jahr dagegen die Drogen-Delikte um knapp 27 Prozent auf 109 Fälle. Die Drogenszene hat sich laut Röckendorf vermehrt in Wohnungen verlagert. „Vieles spielt sich heute hinter verschlossen Türen ab.“

Die deutliche Zunahme von Sexualstraftaten um zwölf auf 24 Fälle erklärt der Kripochef mit einem Exhibitionisten, der 2016 und dieses Jahr in Eckernförde auftauchte. „Leider konnten wir ihn noch nicht identifizieren.“ Erfreulich dagegen: Von Tötungsdelikten blieb das Ostseebad vergangenes und dieses Jahr bislang verschont.

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