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Rendsburg-Eckernförde Strandstraße wird im Frühjahr saniert
Region Rendsburg-Eckernförde Strandstraße wird im Frühjahr saniert
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07:00 13.10.2018
Foto: Bauausschussvorsitzende Claudia Sieg zeigt, warum eine Sanierung der Strandstraße in Strande erforderlich ist.
Bauausschussvorsitzende Claudia Sieg zeigt, warum eine Sanierung der Strandstraße in Strande erforderlich ist.
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Strande

Böse Zungen behaupten, dass die Fahrbahn eher einem Flickenteppich gleicht. Eine Sanierung der Durchgangsstraße sei daher dringend erforderlich, so die Vorsitzende des Bauausschusses. Allerdings gilt das Vorhaben, das im Frühjahr 2019 über die Bühne gehen soll, in der Gemeinde als Herausforderung. Denn ohne Sperrung der Straße in direkter Hafennähe geht es nicht – doch der Termin fällt ausgerechnet in den Zeitraum, wenn die Segelboote zu Wasser gelassen werden. Zudem wird das Vorhaben teurer als gedacht. Es geht um ein etwa 200 Meter langes Teilstück der Strandstraße, der Abschnitt befindet sich zwischen der Strander Tourist-Info und der Einmündung in den Arp-Schnitger-Weg.

Sanierung stand eigentlich im Herbst auf dem Programm

„Die Strandstraße wird stark befahren“, unterstreicht Claudia Sieg die Notwendigkeit der Maßnahme. Einheimische, Touristen und Ausflügler gelangen auf der Strecke in den kleinen Küstenort. Im Straßenkataster, das die Gemeinde erstellt hat, landete die Straße ganz oben. „Ursprünglich sollte sie schon in diesem Herbst saniert werden, doch jetzt verzögert sich die ganze Sache“, berichtet die Ausschussvorsitzende. Der Grund: Es soll geprüft werden, ob während der Arbeiten auch gleich noch Versorgungsleitungen unterhalb der Straße erneuert werden müssen – etwa für Abwasser und Telekommunikation.

Als neuen Termin für die Straßensanierung gibt Claudia Sieg nun April oder Mai 2019 an. „Vorher geht es nicht, weil bei Asphaltarbeiten die Bodentemperaturen mitspielen müssen“, erklärt die Stranderin. Das Projekt müsse aber baldmöglichst in Angriff genommen werden, weil die Straßenqualität eher abnimmt und die Kosten steigen.

„Es wird ein enger Zeitplan“, schwant Claudia Sieg mit Blick auf das kommende Frühjahr. Bereits in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sprach Bürgermeister Holger Klink (CDU) von einer „sportlichen Aufgabe“, weil die Straßensanierung eben in die Hochphase des Boote-Abslippens falle. Nach seiner Einschätzung nehmen die Arbeiten gut zwei Wochen in Anspruch. Er geht davon aus, dass die Strandstraße davon maximal eine Woche lang voll gesperrt werde. „Es ist eine große Maßnahme, die professioneller Begleitung bedarf“, so Klink auf Nachfrage.

Gemeinde will Planungsbüro beauftragen

Um die Herausforderung zu bewältigen, wolle die Gemeinde daher ein Planungsbüro damit beauftragen, erklärt Claudia Sieg. Die veranschlagten Honorarkosten liegen laut einer Vorlage der Amtsverwaltung Dänischenhagen bei 21.500 Euro. Hinzu kommen noch etwa 38.500 Euro für die Ausbesserung des Untergrundes sowie der Tragschicht. Denn laut Verwaltung hatten Untersuchungen ergeben, dass Baugrund und Tragschicht erhebliche Mängel aufweisen. Dafür hat die Gemeindevertretung bereits grünes Licht gegeben. Damit steigen die Kosten für die Straßensanierung um 60.000 auf insgesamt 260.000 Euro. „Das ist für eine kleine Gemeinde nicht gerade wenig Geld“, sagt Claudia Sieg. Gleichwohl liege die Summe ihres Wissens durchaus im üblichen Rahmen.

Von Jan Torben Budde

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