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Rendsburg-Eckernförde Doppelmord in Haale: Alibi für Angeklagten?
Region Rendsburg-Eckernförde Doppelmord in Haale: Alibi für Angeklagten?
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17:09 30.11.2015
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Foto: Auf dem Hof in Haale sind zwei Frauen gestorben.
Auf dem Hof in Haale sind zwei Frauen gestorben. Quelle: Uwe Paesler (Archiv)
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Kiel

Im Prozess um den Doppelmord an zwei Frauen auf einem Pferdehof in Haale haben am Montag zwei Kumpel dem Angeklagten möglicherweise ein Alibi gegeben. Nach ihren Aussagen waren sie zu der Tatzeit am Abend des 18. November 2014 mit dem 29-Jährigen in dessen Werkstatt. Sie hätten ihn auch an diesem Abend wegen einer Reparatur aufgesucht, sagten die Männer am Montag vor dem Kieler Landgericht. Auf Nachfragen zu weiteren Details mussten sie aber passen: „Kann sein“ und „Weiß nicht mehr genau, ist ja schon ein Jahr her“, erwiderten sie.

Auf die Frage, warum er das nicht auch schon vor einem Jahr vor der Polizei ausgesagt habe, meinte der jüngere ohne weitere Erläuterungen: „Um meinen Arsch zu retten.“ Sowohl er als auch sein Onkel hatten bei ihrer Vernehmung im Gerichtssaal einen Rechtsanwalt an ihrer Seite. Gegen den Jüngeren wurde auch im Zusammenhang mit dem Verbrechen ermittelt. Derzeit laufen gegen ihn und den Angeklagten noch Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei.

Beide Zeugen waren von der Verteidigung benannt worden. Sie will Freispruch erreichen. Ein Gerichtsmediziner hatte zuvor berichtet, dass im Wagen des Angeklagten Blut von einer der getöteten Frauen sichergestellt wurde. Der Angeklagte selbst schweigt in dem Indizienprozess. Er soll die 57-jährige Hofbesitzerin und deren 83-jährige Mutter im Streit um 7900 Euro kaltblütig ermordet haben.

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