Eckernförde bewirbt sich als Modellregion Tourismus in Zeiten der Pandemie
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Eckernförde bewirbt sich als Modellregion Tourismus in Zeiten der Pandemie

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19:53 25.03.2021
Von Christoph Rohde
Bürgermeister Jörg Sibbel (rechts) und Dr. Stephan Ott, Fachbereichsleiter Gesundheit beim Kreis, unterzeichnen die Bewerbung Eckernfördes als Modellregion Tourismus.
Bürgermeister Jörg Sibbel (rechts) und Dr. Stephan Ott, Fachbereichsleiter Gesundheit beim Kreis, unterzeichnen die Bewerbung Eckernfördes als Modellregion Tourismus. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

Die Bund-Länder-Konferenz hatte am Montag solche Möglichkeiten eröffnet. Die Stadt Eckernförde nutzte die vergangenen Tage, um in Abstimmung mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde ein erstes Konzept dafür zu erstellen. „Wir waren sehr schnell“, sagt Bürgermeister Jörg Sibbel. Der Entwurf sei Grundlage für die Bewerbung, die noch am Donnerstag auf den Weg gebracht wurde. Die Modellregion Tourismus soll es ermöglichen, dass Beherbergungsbetriebe mit Selbstversorgung, beispielsweise Ferienwohnungen, und gastronomische Betriebe unter kontrollierten Bedingungen wieder öffnen können.

Zeitraum ist auf sechs Wochen befristet

Frühester Start dafür ist der 19. April. Das Vorhaben ist zunächst auf sechs Wochen befristet. Einen Kernpunkt der neuen Strategie bildet das Testen. „In Eckernförde können wir derzeit auf fünf Apotheken und das Testzentrum Ratje für Einheimische und Tagesgäste zurückgreifen“, sagt Bürgermeister Jörg Sibbel. Zudem böten alle Arztpraxen kostenfreie Testmöglichkeiten an. Zusätzlich soll für Tages- und Urlaubsgäste im Rahmen des Modellprojekts ein weiteres öffentliches, professionelles Testzentrum im Stadtzentrum installiert werden. Geplant ist dafür ein Corona-Mobil des Kieler Labors Dr. Krause, das während des Projektzeitraums an allen Wochentagen von 8 bis 18 Uhr in Betrieb ist.

Jeder Urlauber braucht einen Corona-Test

In der Praxis heißt das: Jeder Urlauber, der in Eckernförde ein Zimmer oder eine Wohnung mit Selbstversorgung bezieht, muss einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Nach zwei bis vier Tagen ist ein weiterer negativer Antigen-Schnelltest erforderlich, der dann in einem der Testzentren vor Ort durchgeführt werden kann. Ein weniger als zwei Tage alter Test ist dann auch für den Besuch des Innenraums einer Gastronomie erforderlich. Für die Kontrolle sind nach Angaben von Touristikmanager Stefan Borgmann die jeweiligen Betriebe verantwortlich, die andererseits von der Modellregion profitieren würden.

Gesundheitsamt wird "sehr genau hinschauen"

Weiterhin gelten natürlich die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Begleitet wird das Modellprojekt vom Kreisgesundheitsamt. Laut Dr. Stephan Ott, Kreisfachbereichs-Leiter Gesundheit, ist dafür mit einer Schnittstelle zur Luca-App (digitale Kontaktdaten) und ausreichend Tests die nötige Basis für weitere Öffnungsschritte geschaffen.

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Das Inzidenz-Geschehen soll im Modell-Zeitraum aufmerksam beobachtet werden. „Wir werden sehr genau hinschauen, ob es sich um begrenzte Fälle handelt oder nicht“, betont Ott, der die Eckernförder Initiative ausdrücklich begrüßt. Die gesammelten Daten würden Aufschluss darüber geben, wie weitere Öffnungen unter Corona-Vorzeichen aussehen könnten. Das Einhalten der Regeln sei dabei Grundvoraussetzung.

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Stärkung für Wirtschaftsstandort Eckernförde

Für Bürgermeister Sibbel ist die Bewerbung zur Modellregion auch ein Schritt, um den Wirtschaftsstandort Eckernförde nach einer Durststrecke zu stärken. Das Ostseebad biete dafür mit seiner urbanen Infrastruktur an der Küste wie zahlreiche Parkplätze, große Zufahrten und viele Promenaden gute Voraussetzungen. Eine Kooperation mit der Region Ostseefjord Schlei, die sich ebenfalls bewerbe, sei etwa bei den Beherbergungskapazitäten möglich, so Sibbel. „Wir sind im Dialog.“

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