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Rendsburg-Eckernförde Nachdenken über eine Neukonzeption
Region Rendsburg-Eckernförde Nachdenken über eine Neukonzeption
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06:06 12.12.2018
Von Christoph Rohde
Foto: Nicht mit Größe, sondern mit seinem familienfreundlichen Programm punktet der Eckernförder Weihnachtsmarkt. Für Sonnabend hat der Weihnachtsmann seinen Besuch angesagt.
Nicht mit Größe, sondern mit seinem familienfreundlichen Programm punktet der Eckernförder Weihnachtsmarkt. Für Sonnabend hat der Weihnachtsmann seinen Besuch angesagt. Quelle: Touristik
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Eckernförde

Gerüchte dazu machten bereits Montag die Runde. In den sozialen Medien wird munter diskutiert. „Es kann nur besser werden“, heißt es da. Aber auch: „lieber klein und gemütlich, als eine Kirmesveranstaltung wie in Großstädten“. Unterdessen sind manche Marktbeschicker verunsichert, ob sie bei einer möglichen Vergabe an einen externen Veranstalter noch zum Zug kommen würden. Und wenn ja, unter welchen Konditionen. Doch was ist dran an den Spekulationen?

"Um Konkretes zu sagen, ist es noch zu früh"

„Ja, wir denken über eine Neukonzeption nach“, bestätigt ETMG-Geschäftsführer Stefan Borgmann auf Nachfrage. Doch um Konkretes zu sagen, sei es noch viel zu früh. Es gebe weder Angebote noch spezielle Vorstellungen. „Wir sind da ganz am Anfang.“ Die ETMG bemüht sich seit Jahren, einen zugkräftigen Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen. „Gleichzeitig haben wir damit zu kämpfen, dass parallel beispielsweise in Kiel und in Lübeck Märkte stattfinden“, erläutert Borgmann. Viele Kunsthandwerker gingen lieber zu größeren Veranstaltungen.

Abstimmung mit dem Aufsichtsrat ist erforderlich

Mit eigenen Bordmitteln, räumt der ETMG-Geschäftsführer ein, sei das nicht hinzubekommen. Um den Eckernförder Weihnachtsmarkt neu und schön aufzustellen, müsste viel Geld in die Hand genommen werden. Ob die Organisation mit Schaustellern vor Ort, auswärtigen Dritten oder einer Mischung aus beidem laufen könnte, seien erste zarte Überlegungen, die nicht abgeschlossen seien. Sollte der Markt auf neue Füße gestellt werden, müsste zuvor eine Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der ETMG erfolgen. Mit Beschickern, so Borgmann, sei man im Gespräch. Es sei nicht gewollt, jemanden vor die Tür zu setzen. „Wir wollen sehen, was wir für alle besser machen können.“

Auch über den Standort wird noch einmal nachgedacht

Ein zugkräftigerer Markt könnte nach Auffassung der ETMG nicht nur bessere Umsätze bescheren. „Der Weihnachtsmarkt ist eine Veranstaltung für Eckernförde, wir wollen damit im Winter die Innenstadt beleben“, sagt Borgmann. Wunschziel sei ein attraktiveres, größeres und stimmungsvoll beleuchtetes Budendorf. Kiel könne da ein Vorbild sein. Auch über den Standort Kirchplatz soll noch einmal nachgedacht werden. Eine mögliche Alternative wäre der Hafen.

Sven Janssen 11.12.2018
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