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Rendsburg-Eckernförde Die Retter aus Seenot
Region Rendsburg-Eckernförde Die Retter aus Seenot
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13:02 19.10.2018
Von Christoph Rohde
Foto: Zum Glück nur eine Übung: Das Seenotrettungsboot „Eckernförde“ birgt einen „Über-Bord-Gefallenen“ aus dem Hafen.
Zum Glück nur eine Übung: Das Seenotrettungsboot „Eckernförde“ birgt einen „Über-Bord-Gefallenen“ aus dem Hafen. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

„Pffft“ macht es, als sich die Rettungsweste aufbläst. Einer der Freiwilligen der Eckernförder Station ist für eine Übung ins Wasser gesprungen. Behutsam nimmt das Rettungsboot „Eckernförde“ Kurs auf den im Hafen treibenden Verunglückten. An der Seite öffnet sich fast auf Wasserhöhe eine Bergungspforte. Zwei Retter legen dem scheinbar Ohnmächtigen eine Schlaufe an und ziehen ihn ruckzuck ins Boot.

Bereits 20 Hilfeleistungen in diesem Jahr

Einen ernsten Seenotfall hatten die Eckernförder Retter dieses Jahr noch nicht. Aber die „Eckernförde“ lief zu rund 20 Hilfeleistungen aus. Das heißt: Boote waren aufgelaufen oder der Antrieb streikte. „Erst Montag früh um 5.45 Uhr mussten wir einem Boot zur Hilfe kommen, das vor dem Marinestützpunkt trieb und dessen Motor nicht ansprang“, berichtet Bootsführer Wolfgang Apitz. Im Jahr kommen normalerweise 30 bis 40 Einsätze zusammen.

Seenotretter-App 14 500 Mal heruntergeladen

Lebhafter geht es auf der Kieler Förde zu. Vergangenes Wochenende rückte der in Laboe stationierte Seenotkreuzer „Berlin“ allein an einem Tag über sieben Mal aus. Unter anderem musste eine Jacht in den Hafen geschleppt werden. „Die Ostsee ist kein Ententeich“, sagt Holger Zick vom Landes-Info-Zentrum der Seenotretter in Laboe. Um rechtzeitig vor Ort zu sein, hilft auch die neue Seenotretter-App Safetrx, die inzwischen 14.500 Mal herunterladen wurde. Apitz: „Das sieht die Leitstelle in Bremen sehr positiv.“

Große SAR-Übung im September geplant

Das Revier der „Eckernförde“ umfasst die gesamte Bucht bis Damp und Stollergrund. Am 14./15. September ist hier eine große SAR-Übung (Search and Rescue) geplant. Zwei Kreuzer, fünf Rettungsboote, die Wasserschutzpolizei, das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr werden an dem Szenario beteiligt sein.

Manuela Schütze 14.08.2018
Tilmann Post 19.10.2018