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Rendsburg-Eckernförde ESV drängt auf Standort-Entscheidung
Region Rendsburg-Eckernförde ESV drängt auf Standort-Entscheidung
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15:34 25.03.2019
Von Christoph Rohde
Foto: Die Sportanlage des ESV am Bystedtredder ist modernisierungsbedürftig.
Die Sportanlage des ESV am Bystedtredder ist modernisierungsbedürftig. Quelle: Christoph Rohde
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Eckernförde

„Wir stoßen immer mehr an die Grenzen unserer Kapazitäten“, sagte der ESV-Vorsitzende Jörg Meyer in der Jahresversammlung. Nach mehreren offenen Workshops zur Zukunft der Vereinsanlage sprachen sich im April vergangenen Jahres knapp 84 Prozent der Mitglieder für Sondierungsgespräche zum Verlagern oder Beibehalten des ESV-Geländes aus. In einem Vortrag zur Situation des Vereins im September vor dem Sportausschuss der Stadt wies Meyer noch einmal auf die Dringlichkeit einer Lösung hin. „Wir investieren nicht in eine Anlage, die vielleicht keinen Bestandsschutz mehr hat.“

Sportverein braucht Rückendeckung der Stadt

2,6 Millionen Euro würde nach Angaben des ESV die Modernisierung der bestehenden Anlage kosten. 8,5 bis zehn Millionen Euro würden für eine Verlagerung an das Schulzentrum fällig. Zur Gegenfinanzierung könnte in letzterem Fall das Erbbau-Grundstück für Wohnungsbau veräußert werden (4,4 Millionen Euro). Den Rest würde laut Meyer der Investor tragen. Nach seinen Worten gibt es derzeit drei Interessenten, das ESV-Areal als Baugebiet zu entwickeln. „Wir sind nach beiden Seiten offen“, sagt der Vorsitzende. Doch wenn eine Verlagerung der Anlage nicht in Frage komme, dann benötige der Verein mit Blick auf Lärm- und Lichtschutz am alten Standort die Rückendeckung der Stadt.

Kritisch merkt Meyer an, dass sich nicht alle politischen Fraktionen offen gegenüber den Problemen des Sportvereins zeigten. Bislang habe es nur mit CDU, SPD und SSW konstruktive Gespräche gegeben. Es sei erschreckend, wie desinformiert manche Stadtvertreter seien. Der ESV-Chef spricht von einem „dringenden Handlungsbedarf“. Einen Abschlussbericht über die bisher geführten Gespräche will er bis Ostern der Verwaltung vorlegen. Bis zu den Sommerferien hofft Meyer auf eine Entscheidung der politischen Gremien.

Gleich drei Herrenmannschaften im Pflichtspielbetrieb

Während die Sportanlage der Modernisierung harrt, um gegenüber umliegenden Vereinen wettbewerbsfähig zu bleiben, können sich die sportlichen Aktivitäten des ESV sehen lassen. Er ist mit der 1. Mannschaft in der Landesliga, dem U23-Team in der Kreisliga und einer weiteren Mannschaft in der Kreisklasse A gut aufgestellt. „In Schleswig-Holstein muss man lange suchen, welcher Verein noch eine dritte Herren-Mannschaft im Pflichtspielbetrieb hat“, sagt Meyer. 

Auch die Jugend ist stark vertreten. Von den 548 Mitgliedern ist die Hälfte unter 18 Jahre alt. Im August beteiligten sich 86 junge Kicker an der HSV-Fußballschule, die diesen Sommer wiederholt werden soll. An Nachwuchs mangelt es nicht: Allein für diesen Sommer gibt es 38 Neuanmeldungen bei den Fünfjährigen.

Kerstin Bügler als zweite Vorsitzende gewählt

Bei den Vorstandswahlen wurde Kerstin Bügler zur neuen zweiten Vorsitzenden gewählt. Ihr Vorgänger Andreas Obermüller wechselte als Trainer nach Waabs. Den Posten des Jugendwarts übernimmt Meik Lewin. Als Jugendmannschaft des Jahres zeichnete der ESV die D1-Jugend aus, die Kreishallenmeister wurde und in die Verbandsliga aufgestiegen ist.

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