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Rendsburg-Eckernförde Neubau der Schleibrücke genehmigt
Region Rendsburg-Eckernförde Neubau der Schleibrücke genehmigt
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13:02 18.07.2019
Von Rainer Krüger
Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Neubau der Schleibrücke Lindaunis genehmigt.
Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Neubau der Schleibrücke Lindaunis genehmigt. Quelle: Rainer Krüger
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Lindaunis.

Peter Seitz von der Brückeneigentümerin Deutsche Bahn (DB) verkündete die Nachricht am Mittwoch. Das Timing war gut. Denn gerade sah sich Staatssekretär Thilo Rohlfs die noch in Betrieb stehende Brücke an. Sie war 1924 errichtet worden. Der Staatssekretär im Landesministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus war sichtlich erfreut. „Mittel vom Land stehen bereit und warten nur darauf, abgerufen zu werden“, signalisierte er den anwesenden Bahnvertretern und Politikern.

Neubau der Klappbrücke ist dringend erforderlich

Dass ein Neubau der Klappbrücke zwischen Rieseby in Schwansen und Boren in Angeln dringend erforderlich ist, machte Borens Bürgermeister Thomas Detlefsen deutlich. Schon vor elf Jahren sei festgestellt worden: „Die Brücke entspricht nicht den heutigen Anforderungen.“ Seitdem sei es immer wieder zu altersbedingten Reparaturen und damit auch zu Sperrungen gekommen. „Die Klappbrücke hat ihren verbindenden Charakter verloren“, machte Detlefsen die Lage deutlich. Umso lieber hörte er, was die DB-Vertreter zur Zukunft des Kombinationsübergangs für Straßenverkehr, Züge, Radfahrer und Fußgänger sagten. Demnach könnten bauvorbereitende Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. „Die Schalthäuser mit der Technik für die Bahnübergänge werden versetzt. Außerdem errichten wir eine Mittelspannungstation zur Energieversorgung der neuen Klappbrücke“, sagte DB-Ingenieur Ralf Lisse. Wenn die Ausschreibungen erfolgt sind, könne der eigentliche Neubau in dritten Quartal 2020 starten.

Neue Brücke soll 126 Meter lang sein

Die neue Brücke soll 126 Meter lang sein und zwölf Meter östlich neben dem Altbau entstehen. Durchs Verbreitern der Straße wird es statt einem zwei Fahrstreifen geben. Jedoch müssen Autos bei Zugdurchfahrten weiter warten.

Für Fußgänger und Radler bringt der Neubau deutliche Vorteile. Sie bekommen erstmals einen drei Meter breiten Weg. Züge können die Brücke mit Tempo 80 statt 50 queren. Nach Angaben von Seitz und Lisse ist die Gesamtinbetriebnahme für 2023 geplant. Bis dahin werden die Inspektionsarbeiten auf der alten Brücke verstärkt, denn über sie fließt weiter der Verkehr.

Kosten betragen 42 Millionen Euro

Der Neubau ist eine millionenschwere Investition. Nach Angaben des Ministeriums wurden die Kosten 2014 auf 42 Millionen Euro geschätzt. 31 Millionen Euro trage das Land, elf Millionen die Bahn. Zudem investiere das Land zusätzlich fünf Millionen Euro fürs Anbinden der Brücke an das Straßennetz.

„Der neue Zeitplan macht Hoffnung auf zügige Fortschritte“, sagte Rohlfs. „Ich spüre eine positive Aufbruchstimmung und setzte auf einen weiteren Prozess mit transparenter Kommunikation“, hoffte er. Denn schließlich hätten die Nutzer Interesse daran, über Fortschritte und nötige Arbeiten informiert zu werden.

Hans-Jürgen Jensen 18.07.2019
Beate König 06.08.2019
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 17.07.2019