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Rendsburg-Eckernförde Lösung für die Linde nicht in Sicht
Region Rendsburg-Eckernförde Lösung für die Linde nicht in Sicht
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20:18 06.03.2019
Von Frank Scheer
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Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Der Landschaftsarchitekt Andreas Werning aus Lübeck stellte erste Entwürfe für eine Umgestaltung vor. Künstlerisch und modern wirkten die. Der Lindenplatz als Keimzelle des Orts sei „symbolbeladen“. Der Ort habe sein Wappenlogo verloren, betonte er. Ein Gedanke, um diesem Rechnung zu tragen, sei eine Gedenkstätte.

Vorschlag: Linde mit Beton einschalen

Dafür soll der Torso mit Beton eingeschalt werden. Die entstehenden halbkreisartigen Säulen könnten versetzt gestellt werden. Als „Denkraum“ kennzeichnete der Planer den Bereich dazwischen – durch Info-Tafeln könnte an die Bedeutung der Linde erinnert werden. In einem anderen Entwurf schlägt das Büro eine Dreiergruppe von Linden vor, die zu einer Krone zusammenwachsen sollen.

Hohe Feldsteinmauer stört die Planer

In zwei der drei Entwürfen wird aber auch eine Veränderung der Feldsteinmauer vorgeschlagen, die die Planer als Zäsur empfinden. Deutlich wurde: Das Büro würde den Platzcharakter auf die Straße und die gegenüberliegende Seite ausdehnen.

Keine Begeisterung bei den Fraktionen

Begeisterung löste die Präsentation nicht aus. Die Vorschläge sollen in den Fraktionen beraten werden. Kritik kam von der SPD-Fraktion. Deren Vorsitzender Norbert Schmidt erinnerte an die Verabredung, das „Austreiben der Linde“ abzuwarten und dann Entscheidungen zu fällen. In den Entwürfen sah er das nicht berücksichtigt.

Hauke Kruse (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte daran, dass der Baum noch eingetragenes Kulturdenkmal und ein langes Verfahren notwendig sei, um das zu verändern. Über Kosten der neuen Ideen wurde nicht gesprochen. Auf bis zu 200 000 Euro bezifferten Ortspolitiker auf Nachfrage das Volumen.

Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 06.03.2019
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 06.03.2019
Christoph Rohde 06.03.2019