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Rendsburg-Eckernförde Wann die Lücke im Rad- und Fußweg geschlossen werden soll
Region Rendsburg-Eckernförde

Felm: Wann gefährliche Lücke im Rad- und Fußweg geschlossen werden soll

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16:13 19.12.2021
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU) aus Felm freut sich, das der kurvige, schwer einsehbare Straßenabschnitt zwischen Felm und Felmerholz für Radelnde nun sicherer werden soll. Auch Schulkinder sind hier unterwegs.
Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU) aus Felm freut sich, das der kurvige, schwer einsehbare Straßenabschnitt zwischen Felm und Felmerholz für Radelnde nun sicherer werden soll. Auch Schulkinder sind hier unterwegs. Quelle: Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
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Felm

Schon vor über 20 Jahren hieß es, dass nun aber endlich der Rad- und Gehweg zwischen Felm und Felmerholz gebaut werden sollte: Damals wurde bereits seit wohl zehn Jahren über das Projekt diskutiert. Es hat dann doch noch ein bisschen länger gedauert. Aber nun soll der Lückenschluss endlich die Strecke entschärfen – unter anderem für Kinder.

Denn auf der kurvigen, schwer einsehbaren Kreisstraße 24 zwischen den Ortsteilen Felmerholz und Felm sind unter anderem Schulkinder unterwegs. Zwar gibt es im Kieler Weg in Felmerholz bereits einen kombinierten Geh- und Radweg in Richtung Felm. Dieser endet allerdings am Ortsteilausgang.

Etwa 200 Meter weiter beginnt dann die sogenannte Hunnenberg-Trasse. Diese Sackgasse zwischen landwirtschaftlichen Flächen in Felm können auch Radlerinnen und Radler nutzen, um die Kreisstraße zu umgehen. Doch zumindest Richtung Schule verlängert sich die Strecke dadurch. Und im Dunkeln scheuen manche den abgelegenen Weg noch mehr als ohnehin schon.

Wichtige Verbindung im regionalen Radfahrnetz

Die kurvige Straße zwischen Felm und Felmerholz hat eine wichtige Bedeutung im regionalen Radfahrnetz: Schließlich ist sie Teil der Route von Kiel-Friedrichsort bis nach Osdorf und Gettorf, erklärt Felms Bürgermeister Friedrich Suhr (CDU).

Kurvig und nicht gut einsehbar: Die Strecke zwischen Felm und Felmerholz wird unter anderem von Schulkindern genutzt. Bald beginnen die Arbeiten für den Radweg, der für mehr Sicherheit sorgen soll. Quelle: Kerstin von Schmidt-Phiseldeck

Nach seinen Angaben laufen mittlerweile Verhandlungen zum Kauf von Grund für den zu schaffenden Geh- und Radweg. Dieser wird auf der westlichen Seite der K24 verlaufen. Für den Lückenschluss auf einer Länge von 1,3 Kilometern müssen auch etwa 200 Meter Knick entlang der Strecke versetzt werden. Einige Meter werden auch gerodet: „Dafür läuft die Ausschreibung.“ 409 Meter Knick müsse Felm ersetzen, erklärt der Bürgermeister.

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Er hofft auf ein schnelles Ergebnis bei der Ausschreibung, damit die Arbeiten am Knick noch innerhalb der erlaubten Zeit vor Ende Februar erledigt werden können. Auch drei Eichen müssen zwischen Felm und Felmerholz weichen, damit Fußgänger und Radlerinnen hier künftig sicherer unterwegs sind. Auf der kurvenreichen Straße sind Autos oft in hohem Tempo unterwegs.

Wegen des Gefahrenpotenzials hatte das Landesamt Straßenbau und Verkehr hier schließlich auch Handlungsbedarf gesehen. Früher hatte man in Felm allerdings auch schon mal den Eindruck gehabt, dass das Projekt eher hinten in der Prioritätenliste feststeckte.

Bau des Rad- und Fußweges soll 2022 starten

Doch nun wird es tatsächlich ernst. Auch weitere Arbeiten werden noch ausgeschrieben, erklärt Friedrich Suhr. Der Bau des Rad- und Fußweges sei dann für 2022 geplant. Ob die Strecke im kommenden Jahr auch schon fertig wird, ist offen. Auf jeden Fall dürfte der neue, von Schüler- und Elterngenerationen ersehnte Rad- und Gehweg in Felm dann intensiv genutzt werden.

Die Kosten für das Projekt werden auf 1,3 Millionen Euro geschätzt, erklärt der Bürgermeister. Gemeinde, Kreis und Land finanzieren das Projekt, wobei die größte Summe vom Land kommt. Vor 20 Jahren wurden die Kosten für den Fuß- und Radweg an der Kreisstraße übrigens mal auf 2,7 Millionen D-Mark geschätzt.

Für das Projekt hatten die Felmer bereits im Haushaltsjahr 2020 eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von einer Million Euro zulasten des folgenden Haushaltsjahres eingeplant. Für 2022 wollte die Kommune noch einmal knapp 40.000 Euro nachlegen. Beide Beträge wurden schließlich aufgrund des verschobenen Baubeginns auf das Haushaltsjahr 2022 übertragen.

Frank Scheer 19.12.2021
Jan-Phillip Wottge 19.12.2021