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Rendsburg-Eckernförde Grillfest statt Amtsfeuerwehrtag
Region Rendsburg-Eckernförde Grillfest statt Amtsfeuerwehrtag
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17:46 07.06.2018
Von Torsten Müller
Foto: Weil die Freiwillige Feuerwehr Quarnbek ein neues Löschfahrzeug braucht, will sie ihr 125-jähriges Jubiläum nicht mit einem Amtfeuerwehrtag feiern. Der Festausschuss hat stattdessen ein Grillfest organisiert.
Weil die Freiwillige Feuerwehr Quarnbek ein neues Löschfahrzeug braucht, will sie ihr 125-jähriges Jubiläum nicht mit einem Amtfeuerwehrtag feiern. Der Festausschuss hat stattdessen ein Grillfest organisiert. Quelle: Torsten Müller
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Quarnbek

Gewöhnlich werden solche Jubiläen mit einem dreitägigen Amtsfeuerwehrtag begangen. Die 31 Aktiven haben sich jedoch anders entschieden. „125 Jahre sind zwar ein Grund zum Feiern, aber so ein Fest kostet Geld. Das sparen wir lieber für das neue Feuerlöschfahrzeug, das die Gemeinde anschaffen will“, sagt Hans-Georg Petersen, Wehrchef seit 2002. Das alte ist bereits mit 27 Jahren ein Oldtimer. Etwas gefeiert wird trotzdem: mit einem Grillfest ab 18 Uhr, zu dem auch benachbarte Wehren und die Quarnbeker eingeladen sind – annähernd 300 Leute werden erwartet.

Ein Gründungsprotokoll gibt es nicht

Zahlreiche Wehren wurden in der Blütezeit des Kaiserreiches aus der Taufe gehoben. Die Felder feierten im vergangenen Jahr, die Melsdorfer sind 2019 dran. Was die Quarnbeker 1893 konkret bewog, eine Freiwilligenwehr aufzustellen, bleibt allerdings im Dunklen. Überliefert sind weder ein Gründungsprotokoll noch eine Namensliste. Bekannt ist aber der erste der bis heute 15 Wehrführer: Landwirt Christian Schütt.

Zündelnde Kinder lösten Großbrände aus

Immer wieder waren es mit Feuer spielende Kinder, die verheerende Brände auslösten, vor allem auf Gut Quarnbek – so etwa 1895 und 1904. Aber auch das Schulhaus in Stampe brannte 1921 nieder, weil Kinder gezündelt hatten. Mit der Auflösung des Gutsbezirkes wurde Quarnbek eine selbstständige Gemeinde und damit zuständig für das Feuerwehrwesen. 1936 schaffte sie eine Motorspritze an. Damit einher ging die Zweiteilung der Wehr. Künftig gab es eine in Quarnbek und eine in Stampe. Im Zweiten Weltkrieg mussten beide nach Bombenangriffen auch zu Einsätzen nach Kiel ausrücken.

Tilmann Post 07.06.2018
Hans-Jürgen Jensen 07.06.2018