Gemeinde Bordesholm lässt Moorweg für 3,3 Millionen Euro sanieren
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Gemeinde Bordesholm lässt Moorweg für 3,3 Millionen Euro sanieren

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11:12 25.06.2020
Von Frank Scheer
Der Moorweg in Bordesholm soll 2022 saniert werden. Als Alternativparkplatz für Anlieger, die zukünftig wegen des Fahrradschutzstreifens nicht mehr am Moorweg parken dürfen, schlägt die Gemeinde einen Stellplatz an der Ecke Steindamm vor.
Der Moorweg in Bordesholm soll 2022 saniert werden. Als Alternativparkplatz für Anlieger, die zukünftig wegen des Fahrradschutzstreifens nicht mehr am Moorweg parken dürfen, schlägt die Gemeinde einen Stellplatz an der Ecke Steindamm vor. Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Gunnar Purschke, Sprecher der Anlieger der Wohnstraße Am Mühlenteich, kritisierte die Pläne erneut – die Parkplatzsorgen dieser Anlieger wurden am Dienstagabend in der Sitzung aber nicht mehr groß thematisiert. Das Thema „Rennstrecke“ soll allerdings bei der Realisierung im Fokus bleiben.

Fahrradschutzstreifen kommt

Bei der Sanierung im Moorweg handelt es sich um einen Vollausbau bis zu einer Tiefe von 65 Zentimetern. An beiden Straßenseiten werden überfahrbare 1,50 Meter breite Fahrradschutzstreifen durch Markierungen angelegt – am Bordstein darf nach dem Ausbau kein Auto mehr parken. Einen Termin für die Bauarbeiten gibt es noch nicht. Das Projekt soll ausgeschrieben werden. Vor dem eigentlichen Umbau der 1,4 Kilometer langen Trasse im nächsten Jahr soll die Sanierung der Regenwasserkanalisation erfolgen.

Eigenanteil kann Bordesholm nur per Kredit finanzieren

Dass eine Sanierung der maroden Straße nach der über zehnjährigen Debatte trotz der auf 6,7 Millionen Euro steigenden Schuldenlast dringend notwendig ist, darin waren sich alle Fraktion bei der Debatte einig. Ulrich Schuster (CDU) machte aber nochmals deutlich, dass die Gemeinde ihren Eigenanteil von etwa 1,7 Millionen Euro nur durch Kredite finanzieren kann. Willi Lüdemann (FDP) mahnte an, dass an der Kritik „Rennstrecke nach Umbau“ durchaus etwas dran sei und das dies bei der Realisierung beachtet werden müsste. Die UWB hatte temporeduzierende Maßnahmen ins Spiel gebracht.

"Anlieger haben wirtschaftlichen Vorteil"

Birgit Heintzel (SPD) empfindet die Anliegerkritik am Ausbau als ungerecht. „Alle Anlieger haben jetzt den wirtschaftlichen Vorteil, dass sie wegen des Wegfalls der Ausbaubeitragssatzung der Gemeinde nicht an der Sanierung beteiligt werden.“ In den vergangenen Jahren sei die Sanierung bewusst verschoben worden – wegen des Baus des Rathauses und der Bebauung drumherum, erinnerte sie. „Dass das Projekt nun teurer wird, liegt in der Natur der Dinge. Jeder muss mal Federn lassen.“ Die Gemeinde hatte die Planung einmal mit Kosten von 700 000 Euro begonnen.

Alternativparkplatz am Steindamm

Gunnar Purschke betonte nochmals, dass er die Ausbauvariante nicht nachvollziehen könne. Zum von Bürgermeister Ronald Büssow (SPD) vorgeschlagenen Alternativparkplatz am Steindamm betonte er: „Die fünf Plätze der Gemeinde werden nicht ausreichend sein, wenn die große Wohnanlage dort fertig sein wird.“ Ob es für die Bewohner der Straße Am Mühlenteich in der Nähe ihres Quartiers Notparkplätze geben wird, scheint unwahrscheinlich. Gemeindechef Büssow hatte eine Wiese als eine Option ins Spiel gebracht. „Es handelt sich dabei aber um eine Ausgleichsfläche, in dem die Gemeinde Bäume pflanzen will“, merkte Birgit Heinzel (SPD) an.

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