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Rendsburg-Eckernförde Die Erweiterung beginnt mit Wendehämmern
Region Rendsburg-Eckernförde Die Erweiterung beginnt mit Wendehämmern
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06:00 21.06.2019
Von Beate König
Foto: Die Wiese neben dem Timmasper Weg wird während der vorbereitenden Bauarbeiten für die Erweiterung des Aldi-Zentrallagers ausgehoben.
Die Wiese neben dem Timmasper Weg wird während der vorbereitenden Bauarbeiten für die Erweiterung des Aldi-Zentrallagers ausgehoben. Quelle: Beate König
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Nortorf

Am 3. April 2018 waren die ersten Bagger auf das Gelände des Aldi-Zentrallagers am Timmasper Weg gerollt. Ein Behelfsparkplatz und eine Lärmschutzwand wurden angelegt. Torsten Janke, damals Leiter Immobilien und Expansion von Aldi-Nord, hatte für die Erweiterung des Lagers um 20.000 Quadratmeter eine Bauzeit von drei Jahren angekündigt.

Erst am 1. Mai 2019 hatten Bauherren und Planer einen Generalunternehmer für das Projekt gefunden, bei dem über die kommunale Grenze zwischen der Gemeinde Schülp und der Stadt Nortorf und über einen Zweig des y-förmigen Timmasper Wegs hinweg geplant wurde.
Im vergangenen Winter wurden die ersten Bäume gefällt. Für weitere, kurzfristige Fällungen kann es Sondergenehmigungen geben, wenn ein Gutachten eines Biologen zum Brutbestand vorliegt. Bäume, die nicht als Nistplatz dienen, dürfen in einem Zeitfenster von 14 Tagen gefällt werden.

Teich mit Fröschen

Eine Anwohnerin hatte den Nortorfer Bauausschuss in der vergangenen Woche über einen Teich mit Fröschen auf dem Baugrund informiert. Sie habe auch die Untere Naturschutzbehörde über das Feuchtgebiet informiert, berichtete sie.

Gebaut werde gemäß der Vorgaben, die Nortorf und Schülp im städtebaulichen Vertrag mit dem Bauherren festsetzten: Vor der Schließung des Timmasper Wegs müssen zwei Wendehämmer fertig gestellt sein: Einer soll im Industriegebiet Süd an der Einmündung Fliederwall eingerichtet werden, der zweite hinter dem Hofkamper Weg im Timmasper Weg, erklärte Thorsten Manthey aus der Bauverwaltung des Amtes Nortorfer Land. Die Wendeplätze werden vorsorglich gebaut, falls nach der Straßenschließung Lkw-Fahrer mit alter Navigationssoftware in den Sackgassen stecken bleiben.

„An der Automeile“

Ab 1. Juli soll das Stück des Timmasper Wegs, das von der Itzehoer Straße in Richtung des Zentrallagers abzweigt, als Sackgasse den neuen Namen „An der Automeile“ erhalten.
Auf dem Gelände soll zuerst ein neuer Verwaltungstrakt gebaut werden. Sind die neuen Büros bezogen, soll der alte Verwaltungstrakt abgerissen und mit der Erweiterung des Lagers und des Kühlhauses mit 5000 Quadratmeter Lagerfläche begonnen werden.

Die im zweiten Halbjahr 2018 fertiggestellte Lärmschutzwand am Timmasper Weg soll weiter verlängert werden, um Anwohner vor Baulärm zu schützen. Die Planung für die Erweiterung begann im November 2014. Nach Kritik von Bürgern stellten Bauherren und Planer 2017 eine um 6000 Quadratmeter kleinere Erweiterung vor. Im Zentrallager arbeiten rund 300 Menschen. 400 Lkw pro Tag liefern Ware.

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