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Rendsburg-Eckernförde Linde ist nicht zu retten
Region Rendsburg-Eckernförde Linde ist nicht zu retten
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11:46 08.06.2018
Von Sven Tietgen
Foto: Ab Montag sollen die übrig gebliebenen Stämmlinge der Linde abgesägt und abtransportiert werden.
Ab Montag sollen die übrig gebliebenen Stämmlinge der Linde abgesägt und abtransportiert werden. Quelle: Sven Tietgen
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Bordesholm

Vor Ort auf dem Lindenplatz ließen sich die Mitglieder des Umweltausschusses von dem Hamburger Baumexperten den Zustand und mögliche Hintergründe zum Zusammenbruch der Linde vor zehn Tagen erläutern.

Stahlstütze war im Winter beschädigt worden

Dujesiefken, der den 700 Jahre alten Baum seit 2011 begutachtet, sprach von einer Ruine, die schon im vergangenen Jahr halbseitig tot war. Jetzt entdeckte er außerdem, dass die Stütze, die den abgebrochenen Ast halten sollte, versagt hatte. Die Stahlplatte im Bodenfundament ist völlig verformt, im vergangenen Winter muss der Baum einen „mitgekriegt“ haben, formulierte der Leiter eines Baumpflegeinstituts. Jetzt ist der einst mächtige Baum nur noch eine Ruine. Zwar sei noch an drei einzelnen Stellen Leben in ihm, der Baumrest sei aber geschwächt und der Brandkrustenpilz breite sich immer mehr aus.Abgeklärt werden sollen mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde jetzt denkmalpflegerische und naturschutzrechtliche Aspekte.

Mit einer Neupflanzung lässt sich Bordesholm Zeit

Das noch nicht morsche Holz nimmt die Gemeinde in ihre Obhut, bei ihr können zudem Gestaltungsvorschläge eingereicht werden. In puncto Neupflanzung will sich die Gemeinde Zeit lassen. Als Nachfolger der Linde wachsen derzeit in einer Baumschule fünf Abkömmlinge, die bereits einen Stammumfang von 16 bis 25 Zentimeter erreicht haben.