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Rendsburg-Eckernförde Impulse fürs Zentrum von Neumünster gesucht
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Impulse fürs Zentrum von Neumünster gesucht

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15:54 04.08.2021
Blick aus der Holstengalerie auf den Teich und das ehemalige Karstadtgebäude. Eine Förderung von 500000 Euro bekommt die Stadt Neumünster, um coronabedingte Folgen in der Innenstadt zu kompensieren.
Blick aus der Holstengalerie auf den Teich und das ehemalige Karstadtgebäude. Eine Förderung von 500000 Euro bekommt die Stadt Neumünster, um coronabedingte Folgen in der Innenstadt zu kompensieren. Quelle: Foto: Frank Scheer
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Neumünster

Die Stadt Neumünster wird die maximale Förderung aus dem Corona-Programm zur Förderung der Innenstädte des Landes von einer halben Millionen Euro erhalten. Die Förderung, die es zur Abfederung von Pandemie-Einbrüchen gibt und am 8. Juni von der Ratsversammlung beantragt wurde, kann ab 1. September abgerufen werden. Die Stadt selbst muss die Förderung um 166667 Euro aufstocken, so dass etwa 667000 Euro für die Innenstadt bereitstehen.

Insgesamt stellt das Land Schleswig-Holstein 10 Millionen Euro für die Innenstädte als direkte Fördersumme zur Verfügung. Neumünsters neuer Oberbürgermeister Tobias Bergmann, der am Dienstag (3. August) in der Holstenhalle vereidigt wurde und seinen Dienst im Rathaus am 1. September beginnen wird, hatte in seinem Wahlkampf angekündigt, dass eine Belebung der Innenstadt oberste Priorität zu seinem Amtsantritt haben wird. Er will beispielsweise gegen Schrottimmobilien oder Leerstände angehen.

Schulterschluss zwischen Verwaltung und Wirtschaft

Unter dem Leitmotiv „Neumünster geht neue Wege – für eine partizipative und experimentierfreudige Neuausrichtung der Innenstadt“ hatte die Stadt Neumünster die Mittel beantragt. „Sofort nach Bekanntgabe der Richtlinie hat eine Expertengruppe mögliche Projekte diskutiert“, erläutert Stadtbaurat Thorsten Kubiak das schnelle Vorgehen. „Es ist in hervorragender Weise gelungen, sich auf geeignete Maßnahmen zu verständigen, die der Innenstadt in dieser schwierigen Situation neue Impulse verleihen werden.“

Zum weiteren Vorgehen erklärte Kubiak: „Der bei der Antragsstellung erfolgreiche Schulterschluss von Verwaltung und Wirtschaft soll uns ebenfalls bei der Umsetzung der ambitionierten Ziele helfen.“ Daher sei ein Projektfonds beantragt und bewilligt worden. Zur halben Millionen Euro des Landes steuert die Stadt 166667 Euro mit bei, sodass gut 667000 Euro bereitstehen.

Eine Steuerungsgruppe aus Verwaltung und Wirtschaft soll über den Einsatz der Mittel, die den Großflecken beleben sollen, entscheiden. Quelle: Frank Scheer

Über den Einsatz der Mittel soll eine Steuerungsgruppe, in der auch Handel und Institutionen vertreten sein sollen, zukünftig entscheiden. Noch ist unklar, wie häufig diese Gruppe ab September tagen wird. Zu den Beteiligten zählen unter anderem Aktionsbündnis Innenstadt, Stadtmarketing Neumünster, Wirtschaftsagentur, IHK, Unternehmensverband Mittelholstein sowie der Handelsverband Nord, Haus & Grund, aber auch die Initiative „Der sterbende Schwan“.

 Zu den anvisierten Maßnahmen gehören ein Leerstandsmanagement, das Anmieten von leerstehenden Immobilien für besondere Nutzungen, die Etablierung eines „Dritten Ortes“ im zukünftigen „Karstadtgebäude“ der Sparkasse Südholstein in Verbindung mit der Bücherei, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und die Initiierung neuer Veranstaltungsformate. In der Ratsversammlung am 8. Juni hatte CDU-Fraktionschef Gerd Kühl aber auch Kritik losgetreten. Er befürchtete, dass das Geld nur in die Schaffung eines „Dritten Orts“ fließen werde. Oberbürgermeister Olaf Tauras hatte das schon in der Sitzung dementiert.

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Stadtplanung spricht von „buntem Strauß“

„Wir sind froh und dankbar, dass alle beantragten Maßnahmen bewilligt worden sind, denn dieser bunte Strauß wird unserer Innenstadt sicherlich maßgeblich helfen“, so Arne Lewandowski von der Stadtentwicklung. Der Fachdienst Stadtplanung und -entwicklung war bei der Antragstellung federführend.

Von Von Frank Scheer

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