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Rendsburg-Eckernförde Nachhaltigkeit wird Programm
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13:55 01.09.2018
Von Cornelia Müller
Foto: Der Nachhaltigkeitsbericht der Isarnwohld-Schule Gettorf liegt vor. Kooperationspartner ist die Müllverbrennung Kiel mit Geschäftsführer Frank Ehlers und Betriebsleiter Thomas Bäumann. Martin Hellwig vom IfN hat den Bericht verfasst (hinten von links). Vorn von links: Organisatorin und Lehrerin Christa Höger sowie Schulleiterin Marion Ehrich.
Der Nachhaltigkeitsbericht der Isarnwohld-Schule Gettorf liegt vor. Kooperationspartner ist die Müllverbrennung Kiel mit Geschäftsführer Frank Ehlers und Betriebsleiter Thomas Bäumann. Martin Hellwig vom IfN hat den Bericht verfasst (hinten von links). Vorn von links: Organisatorin und Lehrerin Christa Höger sowie Schulleiterin Marion Ehrich. Quelle: Cornelia D. Mueller
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Gettorf

Als eine von bundesweit zwölf Modellschulen hat sie sich auf Herz und Nieren prüfen lassen. Für so eine modellhafte Bestandsaufnahme ausgewählt zu werden, belegt, dass die Schule schon von sich aus schon auf dem Weg ist.

Am Freitag stellte Hellwig den Bericht über das, was ihre Schule bisher schon vorzuweisen kann, 500 Jugendlichen ab Klasse neun vor. Und die waren teils überrascht, was bereits läuft. Nun soll das alles ausgebaut und fest verankert werde. 

Die Müllverbrennung Kiel ist Kooperationspartner der Isarnwohld-Schule

Die Kooperation mit der Müllverbrennung Kiel (MVK) zum Beispiel, die Kooperationspartner der Gettorfer ist. Dort lernen Schüler des naturwissenschaftlichen Profils bei Projektarbeiten etwa, wie viel Müll produziert wird und was damit passiert.

Da zeigt sich auch, wie achtlos der Umgang mit Wertstoffen oft ist, welche Probleme nicht recycelbares, giftiges Material darstellt - und was man verändern müsste.

„Der nächste Schritt, dass wir das, was wir mit den Schülern unter die Lupe nehmen, auch bei uns dauerhaft umsetzen“, unterstrichen Lehrerin Christa Höger und Schulleiterin Marion Ehrich.

Schüler aus Gettorf hinterfragen auch den Umgang mit Kleidung

„Man kann auch selbst mehr machen, zum Beispiel bei der Kleidung. Sachen länger zu tragen statt ständig neu zu kaufen, das wäre doch auch nachhaltig, oder?“, diskutierten Schüler aus der neunten Klasse in der Pause.

Einer warf ein, „dass fair und ökologisch produzierte Kleidung ziemlich teuer ist und man vorab wissen will, inwiefern sich das doch rechnet“. Ein anderer schlug vor, „möglichst Second-Hand-Kleidung zu tragen“.

Aus dem Norden nehmen nur die Gettorfer Schule und eine aus Lensahn teil. Der Anstoß kam von globaler Stelle: „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ hatten die Vereinten Nationen die Dekade ab 2004 überschrieben.

Den Anstoß gaben die UN und die Freie Universität Berlin

„Vom Projekt zur Struktur“ fügte das deutsche Nationalkomitee unter Leitung des Erziehungswissenschaftlers Prof. Gerhard de Haan von der Freien Universität Berlin ein. Mit dem IfN entstand daraus das Pilotprojekt für Deutschland

Die Isarnwohld-Schule wählte für die freiwillige Bestandsaufnahme den Titel „Meer-Wert Nachhaltigkeit“, um auch das Thema Meeresschutz in den Köpfen zu verankern.

Torsten Müller 01.09.2018
Torsten Müller 01.09.2018
Frank Scheer 31.08.2018