Jugendversammlung in Gettorf entwickelt Projektideen.
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Rendsburg-Eckernförde Diese Projekte planen Jugendliche in Gettorf mit
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Jugendversammlung in Gettorf entwickelt Projektideen.

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11:00 02.10.2021
Von Rainer Krüger
Es könnte noch besser werden. Jan Overbeck (18) gehört zu den Jugendlichen, die regelmäßig am Basketballmast auf dem Gelände der Isarnwohld-Schule in Gettorf Körbe werfen. Ihn freute es, dass bei der Jugendversammlung der Plan für ein Basketballfeld mit zwei Masten zur Sprache kam.
Es könnte noch besser werden. Jan Overbeck (18) gehört zu den Jugendlichen, die regelmäßig am Basketballmast auf dem Gelände der Isarnwohld-Schule in Gettorf Körbe werfen. Ihn freute es, dass bei der Jugendversammlung der Plan für ein Basketballfeld mit zwei Masten zur Sprache kam. Quelle: Rainer Krüger
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Gettorf

Drei Wünsche sollen wahr werden. So will es die Kommunalpolitik in Gettorf mit dem Ergebnis der Kinder- und Jugendumfrage vom 2. bis 18. Juni halten. Sie sollten Ideen für einen Bewegungsraum liefern. Nun sollen ein Basketballfeld, eine Fahrradstrecke und ein Platz zum Chillen geschaffen werden. Während der Jugendversammlung am Mittwoch lieferten 15 Mädchen und Jungen Ideen zu den Projekten.

Ehe es ans Überlegen ging, motivierte Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU) die Teilnehmenden im Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz). „Es interessiert mich brennend, was euch auf den Nägeln brennt“, sagte er. Er wolle sehen, was die Gemeinde tun könne, ohne dabei die Anforderungen des Klimaschutzes zu vergessen. An den Moderatoren der Jugendversammlung wurde deutlich, dass Frank dabei nicht nur für seine Partei sprach. Denn die Gesprächsführung teilte sich der Sozialausschussvorsitzende Gerhard Witte (SPD) mit drei weiteren Sozialausschussmitgliedern: Melanie Kautza (CDU), Jana Maring (FDP) und Felix Overbeck (Grüne).

Jugendversammlung verarbeitete Ergebnis der Online-Umfrage

Melanie Kautza stellte die Umfrage vor. Da Corona eine Wünsche-Diskussion im Rahmen einer Versammlung seit 2020 verhindert hatte, wurde die Umfrage online durchgeführt. „Das war neu in Gettorf“, so Kautza auf Nachfrage. „Von 299 Jugendlichen, die die Umfrage beendet haben, beantworteten 235 die wichtige Frage nach den Wünschen für einen Bewegungsraum“, berichtete sie. Von den Vorschlägen waren ein Basketballfeld, eine Fahrradstrecke und ein Ort zum Chillen als machbare Projekte ausgewählt worden.

Neue Projektideen zum Basketballfeld

Mit den Worten „Stellt euch vor, Gettorf hätte im Lotto gewonnen und Geld spielt keine Rolle“, eröffnete Kautza die Ideenschmiede. Besonders zum Basketballfeld gab es viele Vorschläge. Das lag auf der Hand, denn eine Gruppe von älteren Jugendlichen gehörte zur Basketball-Szene. Auch Jan Overbeck (18) war einer der Korbjäger. „Es sollten zwei Körbe sein, damit auch zwei Mannschaften spielen können. Ein Mülleimer sollten da sein, damit es nicht dreckig wird“, sagte er.

Derzeit gibt es für die Basketballfans nur einen Mast mit drei Körben auf dem Gelände der Isarnwohld-Schule. „Wenn wir in Teams spielen wollen, fahren wir nach Kiel“, erzählte Overbeck über die gut 15 Aktiven in der Szene. Der Wunschstandort fürs Basketballfeld ist allerdings noch fraglich - das Innere der Inlineskaterbahn im Sportpark vor. Die rechtliche Unsicherheit dabei: Die Inlineskater-Sparte des Gettorfer TV nutzt die Bahn für offizielle Wettkämpfe. Daher muss geprüft werden, ob eine Doppelnutzung möglich ist.

Ihre Ideen waren bei der Kinder- und Jugendversammlung in Gettorf gefragt. Auf Karten notierten Matilda Zapel (von links), Hannah Wilke und Pia Maring, was ihnen zu geplanten Projekten wie einer Fahrradstrecke einfiel. Quelle: Rainer Krüger

Der Gruppe der Freundinnen Pia Maring (11), Hannah Wilke (10) und Matilda Zapel (11) war am meisten zur Fahrradstrecke eingefallen. Das Trio plädierte für eine Route aus Beton. „Auf einer Naturstrecke rutscht man weg und stürzt eher“, begründete Pia Maring. Zudem könne auf Beton auch mit Inlineskates und Skateboards gefahren werden – gerne in Steilkurven. Allerdings gab es Jungen, die lieber auf dem Erdboden fahren wollten. Wegen der unterschiedlichen Vorlieben stellte sich kein Favoritenstandort heraus.

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Ebenso war es beim Ort zum Chillen. Denn dafür ließen sich nach allgemeiner Meinung einige Plätze in Gettorf finden. Gesucht sei aber ein Ort zum Hören lauter Musik. Da hatte Jugendbeiratsmitglied Daniel Kähler einen Tipp. Denn schließlich gibt es die Jugend-Lounge, Sander Weg 37, als offiziellen Treff.

Die Jugend-Lounge als Ort zum Chillen

Einen Ort zum Chillen haben Gettorfs Jugendliche schon. Denn es gibt die Jugend-Lounge, Sander Weg 37. Allerdings ist dort nur an einem Tag in der Woche Chill-Zeit. Nach Angaben von Jugendbeiratsmitglied Daniel Kähler ist der Treff freitags von 16 bis 18.30 Uhr geöffnet. Zum Beispiel beim Billardspielen oder am Tischkicker können Mädchen und Jungen dort Spaß haben. Dazu gehört es auch– nach Absprache – laute Musik zu hören.

Bei Jan Overbeck kam die Versammlung gut an. „Ich fühle mich ernst genommen“, sagte er. Ein Grund dafür: Es wurde angekündigt, was mit den Ergebnissen geschieht. Sie werden auf der Sitzung des Sozialausschusses am Dienst, 8. November, präsentiert. Hannah Wilke interessiert, was dann passiert. Deshalb will sie zur ab 18.30 Uhr laufenden Sitzung ins Gettorfer Rathaus kommen.

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