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Rendsburg-Eckernförde Kreisverwaltung will mehr Personal
Region Rendsburg-Eckernförde Kreisverwaltung will mehr Personal
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18:13 29.11.2018
Von Tilmann Post
Foto: Zu viel gespart: Weil die Personalkosten beim Kreis Rendsburg-Eckernförde in den vergangenen Jahren gering gehalten wurden, fehlen nun Mitarbeiter.
Zu viel gespart: Weil die Personalkosten beim Kreis Rendsburg-Eckernförde in den vergangenen Jahren gering gehalten wurden, fehlen nun Mitarbeiter. Quelle: Armin Weigel/dpa (Symbolfoto)
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Rendsburg

Das könnte eine nie dagewesene Steigerung der Beschäftigtenzahl zur Folge haben. Der Grund: Die „Grenzen der Belastung“ seien erreicht, schreibt Landrat Rolf-Oliver Schwemer in einem Vorschlag an die Kreistagspolitiker. 146,26 Euro pro Einwohner wendet der Kreis Rendsburg-Eckernförde für seine 735 Angestellten und Beamten im Jahr 2018 auf. Der Durchschnitt der übrigen zehn Kreise liegt mit 204,38 Euro gut 58 Euro darüber.

Doch die Aufgaben nehmen stärker zu als die Zahl der Beschäftigten. „Die engagierten Sparbemühungen haben aber mittlerweile die Kreisverwaltung an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht", schreibt der Rendsburg-Eckernfördes Landrat Rolf-Oliver Schwemer. Die Personaldecke sei besonders dünn beim Jugend- und Sozialdienst, im Veterinäramt und in der Personalabteilung.

Steigerung ohne Vergleich

Deshalb schlägt die Kreisverwaltung vor, den Personalaufwand an den Durchschnitt der Vergleichskreise zu koppeln. Aber mit einem Abschlag, um "auch zukünftig ein besonderes Augenmerk auf niedrige Personalkosten zu legen".

Gemessen an den Zahlen des laufenden Jahres würde das bei einem Fünf-Prozent-Abschlag eine Steigerung um 2,9 Millionen Euro für 41 Stellen zur Folge haben - eine Steigerung ohne Vergleich.

Ein zweiter Vorschlag lautet, eine jährliche Aufstockung von zwei Prozent einzuführen. Das hat die Verwaltung im Etatentwurf 2019 bereits getan und 750.000 Euro zusätzlich veranschlagt. Das bedeutet zehn Stellen mehr. Der Kreistag muss am Jahresende darüber entscheiden.

Christoph Rohde 29.11.2018
Rainer Krüger 29.11.2018