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Rendsburg-Eckernförde FSJler erklären Kindern die Arche Warder
Region Rendsburg-Eckernförde FSJler erklären Kindern die Arche Warder
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06:06 08.06.2018
Von Beate König
Foto: Aus einem Korb voll Wolle filzten (von links) die Schüler Bennet und Tara mit Jasmin Friedrichs und Luwam Desbele Kugeln und spannen Freundschaftsarmbänder.
Aus einem Korb voll Wolle filzten (von links) die Schüler Bennet und Tara mit Jasmin Friedrichs und Luwam Desbele Kugeln und spannen Freundschaftsarmbänder. Quelle: Beate König
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Warder

Diakon Wolfgang Peiker vom Diakonischen Werk Rendsburg hatte die FSJler seiner Einrichtung, die Schule und den Tierpark zum Lern- und Vermittlungsprojekt zusammengebracht. „Neben der sozialen Arbeit können die Teilnehmer am Freiwilligen sozialen Jahr den Umgang mit Tieren, Tierpflege und Naturschutz kennenlernen“, erklärte der Seminarleiter.

Infos über Nutztiere, Naturschutz und giftige Pflanzen

Drei Tage packten die 17- bis 25-Jährigen, die im Park übernachtet hatten, beim Ausmisten im Stall mit an, sammelten Pferdeäpfel von den Koppeln und rissen Jakobskreuzkraut auf den Weiden aus. Dazu bekamen sie in dem Zentrum für vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen Infos über Naturschutz und giftige Pflanzen.

Den Erst- bis Viertklässlern gaben sie die Erfahrungen über Schweinehaltung, Pferdestriegeln, Streichelzoo-Pflege hautnah in sechs Gruppen weiter. „Man merkt, wie viel Spaß die Tierpflegerin Nora Peiker an der Arbeit mit den Schweinen hat“, erzählte FSJ-lerin Annika Krüger. Die Arbeit im Tierpark sei interessant. „Aber man braucht körperliche Kraft dazu, die habe ich auf Dauer nicht,“ meinte die 25-Jährige ehrlich.

Kollegin Jasmin Friedrichs war von den sechs Projekten für die Schüler begeistert. „Die Kinder haben gern mitgemacht und erzählt, sie würden das gleiche noch mal machen wollen.“ Für die 21-Jährige war der Praxis-Lehrtag ein gutes Argument für die Entscheidung, Erzieherin zu werden.

Lämmchen gestreichelt und Fäden gesponnen

Die FSJ-lerinnen waren morgens mit den Kindern zum Lämmchen-Streicheln gegangen, dann wurde von Hand Wolle als Produkt der Nutztiere verarbeitet. Mit der Karde, einer feinen Stahlbürste, säuberten die Kinder die Rohwolle, dann wurden mit der Handspindel Fäden gesponnen und daraus Freundschaftsbänder hergestellt oder mit Seifenlauge Filzbällchen gerollt.

„Wir machen jedes Jahr einen gemeinsamen Schulausflug, der Tierpark eignet sich optimal dazu“, erklärte Schulleiter Volker von Essen. Eine Wiederholung der Aktion „Tier, Natur und mehr“ sei denkbar.

Christoph Rohde 07.06.2018
Torsten Müller 07.06.2018
Tilmann Post 07.06.2018