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Rendsburg-Eckernförde Stern entschuldigt sich bei Feuerwehr Kronshagen
Region Rendsburg-Eckernförde Stern entschuldigt sich bei Feuerwehr Kronshagen
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08:56 17.01.2018
Von Tanja Köhler
Foto: Zeigten sich entsetzt über den Jahresrückblick des Magazins "Stern" (von links): Sönke Körner, stellvertretender Gemeindewehrführer, und Bürgermeister Ingo Sander (CDU).
Zeigten sich entsetzt über den Jahresrückblick des Magazins "Stern" (von links): Sönke Körner, stellvertretender Gemeindewehrführer, und Bürgermeister Ingo Sander (CDU). Quelle: Torsten Müller (Archiv)
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Kronshagen/Hamburg

Im Jahresrückblick des "Stern" war die von einem verheerenden Brand betroffene Feuerwehr Kronshagen als Verlierer des Jahres 2017 abgestempelt worden. "Das kommt davon, wenn zehn Männer mit glimmender Zigarette im Bett einschlafen“, hieß es in dem Magazin. Dabei konnten die Feuerwehrleute gar nichts für den Brand ihres Gerätehauses. Die Ermittler gehen mittlerweile von einer technischen Ursache für den Brandausbruch aus.

 Hier sehen Sie Bilder vom Großbrand bei der Feuerwehr in Kronshagen.

Auch deshalb löste der Beitrag des Stern im Dezember landesweit Kritik aus. Landesbrandmeister Detlef Radtke wandte sich direkt an Chefredakteur Christian Krug: „Dass Sie schreiben, das Feuer sei durch Fahrlässigkeit der eigenen Kräfte entstanden, ist nicht nur eine unerträgliche Unterstellung, sondern beweist auch Unkenntnis und Lücken in Ihrer journalistischen Qualität.“

Stern entschuldigt sich per Brief

Auf das Schreiben des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein reagierte nun Chefredakteur Christian Krug. Er entschuldigte sich dafür, mit dem satirischen Beitrag die Gefühle der Beteiligten und weiterer Ehrenamtlicher verletzt zu haben. Sein "Friedensangebot": Eine Bratwurst-Spende für das kommende Feuerwehrfest und ein kostenloses Jahres-Abo des "Stern".

Kronshagens Wehrführer Christian Esselbach nahm die Entschuldigung an. "Dann ist endlich Ruhe im Karton", sagte er dem Landesfeuerwehrverband. Die versprochenen Bratwürste kommen zur Einweihung des Neubaus sicher recht.

17.01.2018
Torsten Müller 16.01.2018
Kerstin von Schmidt-Phiseldeck 16.01.2018