Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg-Eckernförde Box-Bau gegen Fahrradklau
Region Rendsburg-Eckernförde Box-Bau gegen Fahrradklau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:04 29.01.2019
Von Sven Janssen
Foto: Die Finanzausschussvorsitzende Andrea Gellert.
Die Finanzausschussvorsitzende Andrea Gellert (FWB) hat mit ihrem Gremium grünes Licht für den abschließbaren Fahrradunterstand am Bredenbeker Bahnhof gegeben. Quelle: Sven Janssen
Anzeige
Bredenbek

Dem will die Gemeinde jetzt Einhalt gebieten. 75 Prozent der Gesamtkosten, also 60.000 von etwa 86.000 Euro, werden vom Land gefördert. Die restlichen 26.000 Euro wollen sich die Gemeinden Bredenbek und Bovenau teilen.

E-Bikes können geladen werden

Der neue Unterstand soll auf der Grünfläche auf der rechten Seite des Bahnhaltes entstehen. Bürgermeister Thorsten Schwanebeck ergänzte, dass es neben der sicheren Unterbringung auch die Möglichkeit geben soll, Fahrradakkus von E-Bikes zu laden. Für Mieter gäbe es abschließbare Fächer, in denen Fahrradhelm und Regenkleidung Platz finden.

Einstimmig hat der Finanzausschuss beschlossen, die nötige Investition in einem Nachtragshaushalt bereitzustellen. „Wenn die Gemeindevertretung den Nachtrag so beschließt, dann kann ein Bauantrag gestellt und die Arbeiten ausgeschrieben werden“, sagte die Vorsitzende.

Neun Fahrräder gestohlen

Diebstähle an den Bahnhaltepunkten kommen immer wieder vor. In den vergangenen zwei Jahren wurden nach Auskunft der Polizei in Felde neun Fahrräder geklaut, in Bredenbek acht, in Melsdorf drei und in Achterwehr zwei. Die Polizei geht davon aus, dass Diebstähle von älteren und billigen Rädern gar nicht angezeigt werden.

„Wie der mietbare Unterstand genutzt und abgerechnet werden kann ist bislang noch nicht entschieden“, sagte der Bürgermeister. Marei Locher von Nah.SH, die das Projekt für das Land abwickelt, hatte 2017 diverse Möglichkeiten vorgestellt. Eine Onlinebuchungsplattform, bei der mit Kreditkarte, Lastschrift oder PayPal gezahlt werden kann, könnte die Gemeinden kostenlos nutzen, sagte Locher. Es sei den Gemeinden freigestellt, ob sie Tage, Wochen oder über ein Jahr vermieten. Sie riet zu Langzeitvermietungen, weil dabei die soziale Kontrolle untereinander größer sei.

Zugang mit Pin-Code

Der Zugang wäre über eine Karte oder auch ein Tastenfeld per Pin möglich. Letzteres böte die größtmögliche Flexibilität, weil die Pin gleich über das Buchungssystem ausgegeben werden könnte. Den Preis für die Vermietung kann die Gemeinde laut Förderrichtlinien selbst festlegen. Sie darf damit, abzüglich der laufenden Kosten, aber keine Gewinne machen.

Immer informiert: Lesen Sie alle Nachrichten aus der Region Rendsburg.

Sven Tietgen 29.01.2019
Tilmann Post 29.01.2019