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Rendsburg-Eckernförde Bäume sollen vorsichtshalber weichen
Region Rendsburg-Eckernförde Bäume sollen vorsichtshalber weichen
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12:00 26.10.2018
Von Cornelia Müller
Foto: Wo der Gasthof Zur Linde in Neuwittenbek stand, wachsen seit Jahren Bäume in die Höhe (Hintergrund).
Wo der Gasthof Zur Linde in Neuwittenbek stand, wachsen seit Jahren Bäume in die Höhe (Hintergrund). Jetzt soll nicht nur durchgeforstet werden. Es soll auch eine Arbeitsgruppe entstehen, die sich mit der Zukunft der alten Dorfmitte befasst. Quelle: Cornelia D. Mueller
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Neuwittenbek

Der Beschluss fiel einstimmig. Das Grundstück, auf dem die Gemeinde bereits Baurecht besitzt, liegt schon lange brach. Was genau hier einmal entstehen soll, ist bisher unklar. Sowohl eine Gaststätte wie Wohnungen, möglichst altersgerecht, waren schon im Gespräch.

Der Naturschutz könnte ein Bauvorhaben behindern

„Momentan wächst die Fläche komplett zu. Ich frage mich, ob wir ein Problem mit dem Naturschutz bekommen, wenn die Bäume noch größer sind und dort eines Tages gebaut werden soll“, begründete der Ausschussvorsitzende Wilfried Johst (SPD), dass die künftige Nutzung des Grundstücks auf die Tagesordnung gesetzt wurde. „Allerdings schlagen zwei Herzen in meiner Brust, wenn wir hier jetzt nur vorsichtshalber eingreifen.“

Sönke Jacobsen vom Amt Dänischer Wohld bestätigte, „dass Sie sich Sorgen machen müssen, wenn der Bewuchs kräftiger wird. Sie sollten jetzt handeln, solange Schnittarbeiten erlaubt sind“. Bürgermeisterin Waltraud Meier (SPD) bat, „dabei auf den völligen Kahlschlag zu verzichten“ – und war sich darin einig mit allen Mitgliedern des Gremiums.

Bürger und Politik sollen Ideen für den Dorfkern diskutieren

Bei den Sägerei allein soll es nicht bleiben. Gleichzeitig gab der Ausschuss den drei Fraktionen auf, sich Gedanken über die Grundstücksnutzung und künftige Gestaltung des Dorfkerns zu machen. Bei der Einwohnerversammlung Anfang 2019 soll die Zukunft der Dorfmitte ebenfalls Thema sein.

Gemeindevertreterin Monika Weitkamp (WGdGN) regt an, bis dahin Erfahrungen anderer Gemeinden mit Mehrgenerationenhäusern und Seniorenwohnungen einzuholen. Geht es nach Johst, sollte ein Arbeitskreis Dorfkern gegründet werden, in dem alle Interessierten mitarbeiten können.

Hans-Jürgen Jensen 26.10.2018
Cornelia Müller 26.10.2018