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Rendsburg-Eckernförde Weichen stellen für Gettorf von morgen
Region Rendsburg-Eckernförde Weichen stellen für Gettorf von morgen
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19:10 11.12.2018
Von Cornelia Müller
Foto: Blick vom Gettorfer Kirchturm in Richtung Kiel-Nord im Sommer 2018: Im grünen Gürtel hinter Amtsverwaltung, Mühle, Wohnhäusern verläuft auch die B 76. Der Erweiterungsraum in der Fläche ist begrenzt. Ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Osdorf wäre denkbar.
Blick vom Gettorfer Kirchturm in Richtung Kiel-Nord im Sommer 2018: Im grünen Gürtel hinter Amtsverwaltung, Mühle, Wohnhäusern verläuft auch die B 76. Der Erweiterungsraum in der Fläche ist begrenzt. Ein gemeinsames Gewerbegebiet mit Osdorf wäre denkbar. Quelle: Cornelia D. Mueller
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Gettorf

Bürgermeister Hans-Ulrich Frank (CDU) hatte gleich nach Amtsantritt vom „Masterplan“ gesprochen, der Eckpfeiler für ein Gettorf der Zukunft festlegen müsse. Tatsächlich stoßen alle vier Fraktionen – CDU, SPD, Grüne und FDP – jetzt ins selbe Horn.

So stand am Montag, 10. Dezember, der interfraktionelle Antrag für einen neuen Ortsentwicklungsplan an. Erwartungsgemäß einstimmig fiel das Votum aus, und die  Gemeindevertretung wird es bestätigen.

Grundsatzentscheidungen über die Zukunft von Gettorf

Ob alle Fraktionen später auch inhaltlich gleichziehen, ist nicht gesagt. Am wichtigsten ist allen die Frage: Wohin soll die Gemeinde grundsätzlich steuern? Soll sie irgendwann Stadt werden? Wie viel Gewerbefläche, welche Art von Betrieben sind verträglich?

Und wenn mehr Wohnraum geschaffen wird, was wird dann mit Schulen und Kindergärten, die schon jetzt ihre Grenzen erreichen und alle Amtsgemeinden Unsummen kosten? Tatsächlich befindet sich Gettorf an der Schwelle vom Dorf zur modernen stadtnahen Gemeinde der Kiel-Region.

Die Lage an der Siedlungsachse Kiel-Eckernförde gefällt

Dank bester Verkehrsanbindung an die Landeshauptstadt und Eckernförde ist der Zentralort als Wohnort wie für Gewerbe zunehmend attraktiv. Von 2013 und 2017 wuchs Gettorfs Einwohnerzahl 7000 auf 7500. Neubaugebiete wie Triangel und Kieler Blick werden die Zahl erneut nach oben treiben. Gleichzeitig sind in Kiel wie Eckernförde Flächen mittlerweile knapp und extrem teuer.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sollen beachtet werden

„Gettorf hat beachtliches Wachstum. Zwar haben wir den Flächennutzungsplan fortgeschrieben - aber nicht fortentwickelt“, sagt Marco Koch (CDU), Chef des Bauausschusses. „Die Vorbereitungen für einen Ortsentwicklungsplan, der die Straßen- und Bauleitplanung und auch die gemeindliche Infrastruktur wie Feuerwehr, Schulen, Kinderbetreuung erfasst, müssen unverzüglich beginnen.“

Hinzugezogen werden sollen externe Städteplaner, die beraten und Beteiligungsprozesse moderieren. Ziel ist, die Lebensqualität in der Gemeinde zu sichern und möglichst zu erhöhen. Dabei soll auf Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz und Klimaschutz geachtet werden. Das Umland wird in die Betrachtung einbezogen.

Frank Scheer 11.12.2018
Christoph Rohde 11.12.2018
Hans-Jürgen Jensen 11.12.2018