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Rendsburg-Eckernförde Wahlwiederholung ändert nichts
Region Rendsburg-Eckernförde Wahlwiederholung ändert nichts
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19:31 04.11.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Foto: Glückliche Gesichter bei Rendsburger SPD-Fraktionschef René Sartorius (links) und seinem Parteikollegen Ralf Tams, der seinen Sitz in der Ratsversammlung behält.
Glückliche Gesichter bei Rendsburger SPD-Fraktionschef René Sartorius (links) und seinem Parteikollegen Ralf Tams, der seinen Sitz in der Ratsversammlung behält. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Kerstin Dreja war bei der Kommunalwahl im Mai 2018 nur knapp als Direktkandidatin in den Kreistag Rendsburg-Eckernförde eingezogen. Ihr drohte am Sonntag der Verlust ihres Überhangmandats. Die CDU hatte nämlich mehr Direktmandate gewonnen als ihr von ihrem Stimmenanteil zugestanden hätte.

"Kein Selbstgänger"

"Ein Riesenstein ist mir vom Herzen gefallen, es war heute kein Selbstgänger", sagte die CDU-Politikerin am Sonntagabend. Ihr Gegenkandidat Martin Tretbar-Endres (SPD) ist durch den Listenplatz seiner Partei abgesichert und bleibt im Kreistag.

"Nicht mit so deutlichem Vorsprung gerechnet"

Auch Ralf Tams zeigte sich erleichtert. Wenn er sein Mandat verloren hätte, wäre es vorbei gewesen mit der Stimmengleichheit zwischen CDU und SPD in der Ratsversammlung.

"Ich hätte nicht gedacht, dass mein Vorsprung so deutlich ist", meinte Tams, der mit 95 Stimmen zehn Stimmen mehr errang, als sein Konkurrent Klaus Brunkert (CDU). Brunkert bleibt dennoch in der Ratsversammlung

Grund für die Wahlwiederholung im Rendsburger Stimmbezirk 5, zu dem Teile Neuwerks und Viertel um die Nordmarkhalle gehören, war die sogenannte Zettelpanne bei den Kommunalwahlen zur Ratsversammlung und zum Kreistag im Mai.

Falsche Stimmzettel

Wahlhelfer eines mobilen Teams hatten versehentlich im Altenheim St. Vincenz in der Herrenstraßen falsche Stimmzettel ausgeteilt. Diese waren zuvor in der Seniorenwohnanlage "Neue Heimat" in der Schleswiger Chaussee übrig geblieben.

Die beiden Häuser gehören zu unterschiedlichen Stimmbezirken. In St. Vincenz kreuzten daher Bewohner falsche Direktkandidaten aus dem Nachbarbezirk an.

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