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Rendsburg-Eckernförde Wohin mit dem "Wald des Friedens"?
Region Rendsburg-Eckernförde Wohin mit dem "Wald des Friedens"?
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15:26 07.05.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Foto: "Wald des Friedens" nennt Berthold Grzywatz sein Werk. Noch existiert es nur als Modell.
"Wald des Friedens" nennt Berthold Grzywatz sein Werk. Noch existiert es nur als Modell. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Sein Standortwunsch: die Wiese vor dem Kreishaus in Rendsburg. Die Chancen dafür stehen schlecht. Eine Zusage hat Grzywatz nicht. Auch die Finanzierung gestaltet sich schwierig. Das Werk wäre im Kreis einmalig.

Die Gesamtkosten gibt Grzywatz mit rund 50.000 Euro an. Als eigenen Beitrag will er 12.500 Euro leisten. Weitere 2500 Euro zieht er von den Kosten ab, das sei der Wert des Holzes, das ein Geschäftsmann spende. Bleiben rund 35.000 Euro, um die er als öffentliche Zuschüsse und Sponsorengelder wirbt.

Kreis will keinen Zuschuss geben

1000 Euro davon will die Stadt Rendsburg geben. Vorausgesetzt der Kreis stellt den Platz für den "Wald des Friedens" zur Verfügung.

Eine entsprechende Zusage hat Grzywatz bisher nicht, sagt Mandy Campos Sarroche, die Pressesprecherin des Kreises. Das bestätigt auch Michael Rohwer aus Wasbek, der Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses. Einen Zuschuss habe der Ausschuss abgelehnt.

Damit sei auch der gewünschte Standort neben dem Kreishaus hinfällig. Anders wäre die Lage, wenn der Künstler ohne Zuschüsse des Kreises auskäme, "dann geht die Diskussion von vorne los".

Grzywatz hat sich tiefgreifende Gedanken gemacht. Um nichts Geringeres als den Frieden geht es dem Künstler. "Der Friede ist ständig bedroht. Jeder Mensch muss dafür sorgen, dass er erhalten wird. Friede ist eine ständige Aufgabe. Die Grundlage des Friedens ist eine gerechte Ordnung."

"Moment des Innehaltens"

Die Installation "soll ein Ort des Nachdenkens sein" – wenn sie denn eines Tages Realität würde. Ihr Platz sollte die Wiese neben dem Haupteingang des Kreishauses an der Rendsburger Kaiserstraße sein, findet Grzywatz. Die Besucher könnte sie zu einem "Moment des Innehaltens" und zu Gedanken "über die Situation, in der wir leben", bringen.

Einen Namen machte sich der Künstler als Eigner des alten Lokschuppens im Rendsburger Kreishafen, den er zu einer Galerie für regelmäßige Ausstellungen umbaute.

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Frank Scheer 07.05.2019