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Rendsburg-Eckernförde Besser werben für die Fair-Trade-Stadt
Region Rendsburg-Eckernförde Besser werben für die Fair-Trade-Stadt
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06:00 23.07.2019
Von Beate König
Mit den Mitteln für die Fairtrade-Stadt-Werbung wurden Flyer, eine Karte und große Beach-Flaggen finanziert, die Dorothea Heiland, Sabine Desens und Anke Samson (v. li.) vorzeigen.
Mit den Mitteln für die Fairtrade-Stadt-Werbung wurden Flyer, eine Karte und große Beach-Flaggen finanziert, die Dorothea Heiland, Sabine Desens und Anke Samson (v. li.) vorzeigen. Quelle: Beate König
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Rendsburg

Rendsburg erhielt 2015 als eine von inzwischen 604 Städten in Deutschland erstmals das Siegel „Fair-Trade-Stadt“, das kostenlos vom Verein Transfair vergeben wird. Damit bekannte sich die Stadt zu einem der von den Vereinten Nationen in der Agenda 2030 festgeschriebenen Ziele: Der faire Handel soll auf regionaler Ebene gefördert werden.

Damals wurden in einem Flyer Geschäfte aufgelistet, die Fair-Trade-Produkte anbieten und Institutionen wie Kirchengemeinden, Schulen oder Kindergärten benannt, die fair gehandelte Produkte verwenden.

Beim Erneuerungsantrag für das Siegel fiel Dorothea Heiland vom Weltladen auf, der das Projekt mit der damaligen Waldorfschule angeschoben hatte, dass viele der Aktivitäten zwar weiterlaufen, jedoch fast unsichtbar hinter den Kulissen.

Stadtvertreter verschenken in einer roten Box fair gehandelte Produkte

Die Stadt installierte nach dem Hinweis von Dorothea Heiland eine neue Steuerungsgruppe, in der der Umweltausschuss als politische Vertretung fungiert. Aus der Verwaltung wurde Sabine Desens als Fairtrade-Sprecherin für die Kommune bestimmt. Sie entwickelte sofort ein neues Präsent, das Vertreter der Stadt anstatt von Präsentkörben oder Wein verschenken. In der „roten Box“ stecken fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee und Schokolade.

Das Logo kann beim Stadtmarketing angefordert werden

Anke Samson vom Stadtmarketing wurde als Vertreterin der Wirtschaft dazu gebeten, Dorothea Heiland vertritt die Interessen der Zivilgesellschaft. Bei der Aktualisierung der Daten der Fair-Trade-Aktivitäten zeigte sich: Mehr als 60 Protagonisten gibt es inzwischen in der Stadt. Eine Auswahl ist auf einem neuen Stadtplan verzeichnet, Flyer informieren über „Fair Trade Rendsburg“ und „Regionale nachhaltige Produkte in der Region Rendsburg“.

Das Fair-Trade-Siegel wurde auf der Internet-Startseite der Stadt weiter nach oben gerückt. Das grün-blaue Logo können Firmen und Institutionen beim Stadtmarketing kostenlos erhalten, wenn sie fair gehandelte Produkte anbieten oder verwenden.

Schulen können sich zertifizieren lassen

Das nächste Projekt der Steuerungsgruppe ist die Zertifizierung von Schulen als Fairtrade-Schulen. „Eine Kita hat auch Interesse für eine Zertifizierung bekundet“, so Sabine Desens.

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Jan Torben Budde 22.07.2019
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