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Rendsburg-Eckernförde Reparaturanfällige L125 Dauerthema
Region Rendsburg-Eckernförde Reparaturanfällige L125 Dauerthema
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20:01 08.07.2019
Von Beate König
Auf der L 125 zwischen Nortorf und Bargstedt wurde durch Flickarbeiten die darunterliegende Asphaltschicht angelöst.
Auf der L 125 zwischen Nortorf und Bargstedt wurde durch Flickarbeiten die darunterliegende Asphaltschicht angelöst. Quelle: Beate König
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Nortorf

Zweimal in zwei Wochen Reparaturen auf der L 125 zwischen Bargstedt und Nortorf – die Sperrungzeiten auf der Landesstraße nehmen zu. Die Strecke ist seit Jahren extrem marode. Aktuell wird vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) regelmäßig der Zustand des Jahrzehnte alten Flickenteppichs aus Asphalt auf dem Abschnitt von der Brücke über die L 328 und Bargstedt auf Belastbarkeit überprüft. Sie weist im moorigen Grund teils tiefe Fahrrinnen auf.

Seit zwei Jahren ist auf der L 125 Tempo 30 angeordnet

Um den sanierungsbedürftigen Straßenbelag weniger zu beanspruchen, wurde schon vor Jahren die Höchstgeschwindigkeit auf der überregionalen Verbindungsstrecke zunächst auf 70, dann auf 50 Stundenkilometer herabgesetzt, seit zwei Jahren sind nur noch 30 km/h zulässig. Ein Schild warnt vor Straßenschäden.

Nach der jüngsten Ausbesserung erwartete Anwohner eine böse Überraschung: Eine Fachfirma hatte auf dem Abschnitt vom 18. bis 20. Juni von 9 bis 15 Uhr neue Asphaltflicken aufgebracht. Die Strecke war dafür tagsüber gesperrt. Im gängigen Verfahren war zuerst eine Bitumenemulsion als Haftkleber aufgebracht und, dann darüber bei 160 Grad Celsius Heißasphalt aufgewalzt worden.

Neue Löcher gähnten schon bald nach der Reparatur

Der Temperaturanstieg eine Woche später war für alte, nicht reparierte, Flicken in der Fahrbahnmitte zu viel. Altes Bitumenmaterial löste sich am 26. Juni von der Kleberschicht. „Alles bröselte zu den Seiten weg“, beschrieb Robert Struck, Bürgermeister aus Bargstedt das Bild. Neue Löcher gähnten.
Beim Überfahren der durch Sommerhitze aufgelösten alten Flicken spritzten lose Asphaltbröckchen gegen Autokarosserien und setzten sich in Reifen fest. Die Straße wurde kurzfristig gesperrt und die offenen Kleberschicht mit Feinsand abgestreut worden.

Ortsunkundige standen ratlos vor den Sperrbaken

„Die Sperrung hat uns überrascht“, sagte Anwohnerin Brigitte Oeltzen etwas sauer. „Umleitungen wurden nicht ausgeschildert.“ Ortsunkundige standen ratlos vor den Sperrbaken. Gewerbebetriebe waren abgeschnitten.
Bürgermeister Robert Struck wurde zur Beschwerdestelle für die Anwohner, die sich über Straßen- und Autozustand beschwerten. „Einen Anruf bekam ich aus Neumünster.“ Der Bürgermeister erinnerte an die Prioritätenliste des Landes für Straßensanierungen: Die L 125 steht für das Jahr 2021 drin. Für eine Kostenübernahme von Reinigung und Reparatur verwies er an den LBV. „Schreibt eine Beschwerde an den Landesbetrieb.“

Der Landesbetrieb prüft, ob Schadenersatzansprüche bestehen

„Ob Schadenersatzansprüche bestehen, wird in jedem Fall rechtlich geprüft“, erklärte LBV-Pressesprecherin Dagmar Barkmann. Grundsätzlich gilt Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und Rücksichtnahme.“
Torben Ackermann, Bürgermeister der Stadt Nortorf, die über die L 125 mit Bargstedt direkt erreichbar ist, sprach sich für eine grundlegende Sanierung der Straße aus. „Wir wurden nicht über die kurzfristige Sperrung informiert.“

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